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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 19. Bezirk, 1190 Wien

Außereuropäische Kunst aus Döblinger Villen

Döblinger Villenhaushalte bewahren Sammlungen über Generationen. Afrikanische Masken, ozeanische Schnitzereien und präkolumbische Keramik prüfen wir mit Herkunftsbelegen.

In Döblinger Villen zwischen Hoher Warte, Cobenzl und Sievering, vielfach seit Generationen in Familienbesitz, sammelten Industrielle, Bankiers und Künstler seit dem späten 19. Jahrhundert auch außereuropäische Kunst: afrikanische Masken und Figuren, Keulen und Paddel aus Polynesien, präkolumbische Keramik aus Peru und Mexiko. Bei Verlassenschaften geht es oft um ganze Häuser mit Einrichtungen mehrerer Epochen. In den Gemeindebauten Heiligenstadts und den Weinbauernhöfen von Grinzing und Nussdorf überwiegen Reisemitbringsel des 20. Jahrhunderts.

Für Moser, Moll, Henneberg und Spitzer, alle aus dem Umfeld der Secession, entstand auf der Hohen Warte eine Künstlerkolonie; ihre Generation kannte außereuropäische Kunst aus Weltausstellungen und Museen. Hugo von Wiedenfelds Zacherlfabrik in der Nußwaldgasse zeigt, wie Wien um 1900 ferne Formen als Architekturmotiv übernahm – ihre Fassade erinnert an eine Moschee. Unter der NS-Herrschaft wurden jüdische Eigentümer aus ihren Döblinger Häusern verdrängt; Möbel, Bilder und Sammlungsstücke wechselten unter Zwang den Besitzer.

Präkolumbische Keramik aus Peru oder Mexiko verlangt Belege, dass sie vor den Ausfuhrverboten der Herkunftsländer nach Europa kam; ohne solche Papiere übernehmen wir sie nicht. Für Villensammlungen mit Bezug zu den Jahren nach 1938 prüfen wir außerdem die Wiener Vorbesitzer. Die Besichtigung ist kostenlos und schließt auf Wunsch Dachboden und Weinkeller ein; Fotos vorab erleichtern die Vorbereitung.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Afrikanische Masken und Figuren – Sammlerhaushalte in Villen auf Hoher Warte und Cobenzl
  • Keulen und Paddel aus Polynesien – alte Villenbestände mit Herkunftsbelegen
  • Präkolumbische Keramik – nur mit Nachweis der Ausfuhr vor den Verboten der Herkunftsländer

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Kaufen Sie auch moderne afrikanische Kunst?

Ja, insbesondere signierte Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts, etwa aus Tansania, Mosambik, Nigeria oder dem Kongo. Für die Bewertung zählen Künstler, Entstehungszeit und Erhaltung.

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.