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Militaria, Orden & Uniformen im 19. Bezirk, 1190 Wien

Militaria aus Döbling: Kahlenberg 1683, Villen und Karl-Marx-Hof

Vom Kahlenberg aus wurde Wien 1683 entsetzt, im Karl-Marx-Hof 1934 gekämpft. Döblinger Villen und Gemeindebauten bewahren Militaria aus drei Jahrhunderten.

Die Villen zwischen Cobenzl und Hoher Warte gehören oft seit Generationen derselben Familie, und unter ihren Vorfahren waren Offiziere, Industrielle und hohe Beamte. In Arbeitszimmern und auf Dachböden liegen deshalb Ordensdekorationen mit Dekreten, Offiziersuniformen in Kleidersäcken, Säbel mit Portepee und gerahmte Porträts in Galauniform. Mannschaftsandenken überwiegen in den Weinbauernhöfen Nussdorfs und Grinzings, und in den großen Gemeindebauten Heiligenstadts liegen Feldpost und Medaillen in Kellerabteilen.

Am 12. September 1683 entschied das Entsatzheer unter Jan III. Sobieski und Karl von Lothringen vom Kahlenberg aus die Belagerung Wiens; Medaillen und Grafiken auf dieses Ereignis sind frühe Militaria. In Oberdöbling schrieb Beethoven 1803 an der „Eroica“, deren Widmung an Napoleon er später tilgte. Aus der Werkstatt von Gräf & Stift, dessen Firmengeschichte im Bezirk spielt, stammt der offene Wagen des Attentats von Sarajevo 1914. Im Februar 1934 beschoss das Bundesheer den Karl-Marx-Hof.

Bei Villen, deren Eigentümer zwischen 1938 und 1945 wechselten, klären wir die Herkunft von Orden und Sammlungen vor dem Angebot. Galauniformen und Säbel nehmen wir verpackt mit, Fotos davon genügen für die Ersteinschätzung. Propagandagegenstände der NS-Zeit übernehmen wir nicht. Für Termine in Sievering oder auf der Hohen Warte richten wir uns nach Ihnen.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Medaillen und Grafik zum Entsatz Wiens 1683 – Kahlenberg als Schauplatz
  • Ordensdekorationen mit Dekreten und Galauniformen – Offiziers- und Beamtenfamilien in Villen zwischen Cobenzl und Hoher Warte
  • Feldpost und Medaillen – Gemeindebauten in Heiligenstadt

Mit Bezug zu Döbling

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 19. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

8

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

4

Fragen zu Militaria, Orden & Uniformen

Wie bewerten Sie einen Militärnachlass?

Wir sichten Orden, Urkunden, Uniformen, Fotos und Dokumente vollständig, halten Zusammenhänge fest und machen ein Angebot für die Gruppe oder einzelne Stücke. Familienpapiere ohne Sammlerwert geben wir selbstverständlich zurück.

Woran erkenne ich, ob ein Orden echt ist?

Hinweise sind Herstellerangabe, Punzen, Qualität des Emails, Gewicht und Aufhängung. Weil auch gute Kopien existieren, prüfen wir jedes Stück mit Lupe, Waage und Vergleichsstücken aus der Fachliteratur.

Soll ich Orden und Medaillen reinigen?

Nein. Reinigung beschädigt Email, Vergoldung und Patina und mindert den Wert. Lassen Sie auch die Bänder an den Stücken.

Ist eine Tapferkeitsmedaille aus dem Ersten Weltkrieg wertvoll?

Das hängt von Klasse, Kaiserbildnis, Material und Erhaltung ab. Goldene Tapferkeitsmedaillen und die Offiziers-Tapferkeitsmedaille sind selten, bronzene häufiger. Mit Verleihungsdokument und Foto des Trägers steigt der Wert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.