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Textilien, Stickerei & Spitze im 19. Bezirk, 1190 Wien

Textilien aus Döbling: Wiener Werkstätte auf der Hohen Warte

Für die Villen der Hohen Warte lieferte die Wiener Werkstätte Einrichtung bis zum Vorhangstoff; Weinbauernhöfe in Grinzing bewahren Leinen und Tracht.

Ein Gutteil der Döblinger Villen zwischen Sievering, Cobenzl und Hoher Warte ist seit Generationen in Familienbesitz, und ihre Wäschekästen und Truhen spiegeln das: Tischwäsche für große Abendgesellschaften, Bettwäsche mit eingestickten Initialen, Kissen und Decken aus Seide. Grinzinger und Nussdorfer Weinbauernhöfe bewahren dagegen handgewebtes Leinen, Schürzen und Trachtenteile, der Karl-Marx-Hof und die Gemeindebauten von Heiligenstadt Aussteuer und Handarbeiten aus den Jahrzehnten nach 1920.

Die Villen der Hohen Warte, ab 1900 von Josef Hoffmann gebaut, erhielten in den folgenden Jahren Einrichtungen der Wiener Werkstätte, bis hin zu Textilien und Metallarbeiten. Koloman Moser, der zahlreiche Stoffmuster entwarf, wohnte selbst im Doppelhaus Moser-Moll; die Villa Ast von 1909–1911 steht für den Stil der Werkstätte. Josephine von Wertheimstein empfing im 19. Jahrhundert Künstler und Gelehrte in ihrem Salon; die Villa an der Döblinger Hauptstraße beherbergt heute das Bezirksmuseum.

Stoffe der Wiener Werkstätte erkennen wir oft am Namenszug auf der Webkante, Möbelstoffe von Backhausen an Musternummern; fotografieren Sie diese Stellen aus der Nähe. Bei Beständen aus Villen, deren Familien nach 1938 vertrieben wurden, geht die Herkunftsprüfung jedem Angebot voraus. Die kostenlose Besichtigung umfasst Haus, Dachboden und Nebengebäude; in Weinbauernhöfen öffnen wir auch Truhen im Presshaus.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Textilien der Wiener Werkstätte – Villen der Hohen Warte und ihre Bauherren
  • Handgewebtes Leinen, Schürzen und Trachtenteile – Weinbauernhöfe in Grinzing und Nussdorf
  • Tisch- und Bettwäsche mit Initialen – Villenhaushalte am Cobenzl und in Sievering

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.