Jože Plečnik im 16. Bezirk, 1160 Wien
Jože Plečnik in Ottakring: die Heilig-Geist-Kirche aus Stahlbeton
1910–1913 entstand in der Herbststraße Plečniks Heilig-Geist-Kirche für den wachsenden Arbeiterbezirk; als sie fertig war, lehrte er bereits in Prag.
Im 19. Jahrhundert füllten Brauerei, Tabak-, Textil- und Metallbetriebe Ottakring mit Arbeiterfamilien, die in den Zinshäusern um Thaliastraße und Brunnenmarkt wohnten. Für diese Bevölkerung entstand 1910 bis 1913 in der Herbststraße die Heilig-Geist-Kirche von Jože Plečnik, ein früher Wiener Sakralbau aus Stahlbeton, dessen Material Fassade und Innenraum bestimmt. Die älteren Kirchen des Bezirks, St. Lambert in Altottakring und die Neulerchenfelder Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert, erzählen dagegen vom Dorf und vom Gasthausvorort vor dem Linienwall.
Plečnik entwarf auch liturgisches Gerät, etwa Kelche und Leuchter; Stücke aus seinem Umkreis sind im Handel selten und werden über Werkstattmarken, Silberpunzen und Dokumente bestimmt. Bei sakralen Objekten, die aus Kirchenbesitz stammen könnten, prüfen wir die Herkunft, bevor wir ein Angebot legen. Aus Ottakringer Wohnungen kommen eher Andachtsbilder, Ansichtskarten der Kirche und Druckwerke über die Wagner-Schule. Wir nehmen Fotos per WhatsApp entgegen und besichtigen kostenlos, auch im vierten Stock eines Zinshauses ohne Lift.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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