Otto Schönthal im 16. Bezirk, 1160 Wien
Otto Schönthal in Ottakring: Mitarchitekt am Sandleitenhof
Am Sandleitenhof, erbaut 1924–1928, arbeitete Schönthal mit Emil Hoppe als eines der Architektenteams – ein Gemeindebau so groß wie eine Kleinstadt.
Ab 1924 wuchs in Ottakring eine Stadt in der Stadt: der Sandleitenhof mit gut anderthalbtausend Wohnungen, Plätzen, Geschäften, Bühne und Bücherei. Die Planung teilten sich mehrere Büros; eines bildeten Emil Hoppe und Otto Schönthal, ein anderes Siegfried Theiss und Hans Jaksch. Matteottiplatz und Nietzscheplatz bilden die Mitte der Anlage, die 1928 fertig war. Im selben Bezirk liegen die Ottakringer Brauerei, die Kuffner-Sternwarte und am Hang der Wilhelminenberg; stadteinwärts folgen die Arbeiterviertel um Thaliastraße und Brunnenmarkt.
Sandleiten ist bis heute bewohnt, nicht selten von Familien in zweiter und dritter Generation; aus Wohnungen und Kellerabteilen kommen Möbel der Nachkriegszeit, Brauereiwerbung der Ottakringer Brauerei, Schallplatten des Wienerlieds, Uhren und Goldschmuck. Für die Geschichte der Anlage zählen Fotos der Bauzeit, Festschriften und Drucksachen der Gemeinde. Wir prüfen Werbeschilder auf Emaille und Herkunft, Uhren auf Werk und Signatur, Gold auf Punzen. Erste Bilder per WhatsApp; die Besichtigung kostet nichts.
Otto Schönthal in anderen Bezirken
Penzing
Villa Vojcsik an der Linzer Straße 375 (1901/02).
Innere Stadt
Westermannhäuser in der Dorotheergasse (1912–1915).
Margareten
Eiselsberg-Hof in der Siebenbrunnengasse (1950, mit Leo Kammel).
Hietzing
Wohnhausanlage Waldvogelstraße 18–24 (1950, mit Franz Mörth).
Leopoldstadt
Otto-Wagner-Schüler, Partner von Emil Hoppe bei den Krieau-Tribünen.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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