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Klassische Moderne im 16. Bezirk, 1160 Wien

Klassische Moderne in Ottakring: Brunnenviertel bis Wilhelminenberg

Kleine Gründerzeitwohnungen am Brunnenmarkt, Gemeindebauten in Sandleiten, Häuser am Wilhelminenberg: Ottakring liefert die Moderne vor allem auf Papier.

Kleine Gründerzeitwohnungen prägen die Gassen um Brunnenmarkt und Thaliastraße, am Hang zum Wienerwald folgen große Gemeindebauten wie der Sandleitenhof und Einfamilienhäuser am Wilhelminenberg. Im Liebhartstal halten sich Winzer- und Landhäuser mit Kellern. Aus diesen Haushalten kommen Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen der Zeit zwischen 1900 und 1938, daneben Ölbilder mit Wienerwald- und Heurigenmotiven. Ehemalige Gewerbehöfe im Brunnenviertel wurden zu Ateliers; dort finden sich Mappen, Skizzenbücher und Arbeiten mehrerer Künstlergenerationen.

Die Michalekgasse erinnert seit 1943 an Ludwig Michalek, Radierer und Bildnismaler aus dem Umkreis der Secession, bekannt vor allem für Porträtradierungen. Mit dem Volksheim am Ludo-Hartmann-Platz erhielt Ottakring 1905 eine der frühesten Volkshochschulen Europas. Am Sandleitenhof arbeiteten Emil Hoppe, Otto Schönthal, Siegfried Theiss und Hans Jaksch, mit Matteottiplatz und Nietzscheplatz als Mittelpunkten. Kunst im Leerstand zeigt seit 1999 SOHO in Ottakring, ein Festival rund um den Yppenplatz.

In Sandleiten gehört zu vielen Wohnungen ein Kellerabteil, am Wilhelminenberg oft ein ganzer Keller samt Dachboden. Fotos aus beiden helfen uns, die kostenlose Besichtigung vorzubereiten. Radierungen und Zeichnungen prüfen wir unter der Lupe auf Plattenrand, Papier und Bleistiftsignatur. Sie erhalten ein Angebot für die Werke, die wir ankaufen, und Hinweise zu den übrigen; gezahlt wird je nach Wunsch in bar oder mit Überweisung.

Was in Ottakring häufig auftaucht

  • Radierungen und Bildnisse aus dem Umkreis Ludwig Michaleks – Namensgeber der Michalekgasse
  • Wienerwald- und Heurigenmotive der Zwischenkriegszeit – Häuser im Liebhartstal und am Wilhelminenberg
  • Mappen und Skizzenbücher – Ateliers in früheren Gewerbehöfen im Brunnenviertel

Mit Bezug zu Ottakring

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 16. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Was ist ein Nachlassstempel?

Nach dem Tod mancher Künstler kennzeichneten Erben oder Nachlassverwalter Arbeiten aus dem Atelier mit einem Stempel. Er belegt die Herkunft aus dem Nachlass, ersetzt aber keine Prüfung der Zuschreibung.

Mein Bild stammt von einem Hagenbund-Maler, den kaum jemand kennt – lohnt sich eine Anfrage?

Ja. Viele Hagenbund-Mitglieder wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt, gute Arbeiten finden heute Sammler und Museen. Fotos genügen für eine erste Einschätzung.

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.