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Textilien, Stickerei & Spitze im 16. Bezirk, 1160 Wien

Textilien aus Ottakring: Arbeiterhaushalt, Heuriger und Vereinsfahne

Textilbetriebe, Brauerei und Tabakwerkstätten machten Ottakring zum Arbeiterbezirk; Vereinsfahnen, Aussteuer und Trachten aus dieser Geschichte liegen in Kästen und Kellern.

Ältere Ottakringerinnen, die seit Jahrzehnten in Sandleiten oder in einer Gründerzeitwohnung an der Thaliastraße leben, haben Wäsche und Handarbeiten oft über ihr ganzes Leben aufbewahrt: Aussteuer aus der Zwischenkriegszeit, Kreuzstichdecken, Häkelvorhänge, Tischläufer mit Hohlsaum, Bettwäsche mit gesticktem Monogramm und Spitzenrand. Aus Liebhartstaler Winzerhäusern und Landhäusern am Wilhelminenberg kommen Trachten, Dirndl und Leinenschürzen hinzu, die zum Heurigen, zu Kirtagen und Festen getragen wurden.

Im 19. Jahrhundert siedelten sich in Ottakring neben der Brauerei auch Textil- und Tabakbetriebe an, und die Arbeiterschaft organisierte sich in Vereinen. Das Volksheim am heutigen Ludo-Hartmann-Platz, 1905 eröffnet, zählte zu den ersten Volkshochschulen Europas, und nach 1919 bekam der Sandleitenhof eigene Säle und Geschäfte. Aus diesem Milieu stammen gestickte Vereinsfahnen, Schärpen und Fahnenbänder von Arbeiter-, Gesangs- und Sportvereinen; die Heurigenkultur hinterließ Trachten.

Bei Vereinsfahnen fragen wir, ob der Verein noch besteht und wer über die Fahne verfügen darf; Fahnen mit NS-Symbolik nehmen wir nicht. Für Trachten und Wäsche genügen zunächst Fotos von Vorderseite, Innenseite und Etiketten. In Häusern am Wilhelminenberg gehören Dachboden und Kästen in Nebengebäuden zum kostenlosen Termin; dort lagern Textilien trockener als im Weinkeller.

Was in Ottakring häufig auftaucht

  • Vereinsfahnen, Schärpen und Fahnenbänder – Arbeiter-, Gesangs- und Sportvereine des Bezirks
  • Aussteuer, Kreuzstich- und Häkelarbeiten – langjährig bewohnte Wohnungen in Sandleiten und an der Thaliastraße
  • Trachten, Dirndl und Leinenschürzen – Winzer- und Landhäuser im Liebhartstal

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.