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Fotografie im 3. Bezirk, 1030 Wien

Fotografie in der Landstraße: Belvedere, Erdberg, Botschaftsviertel

Diplomatenalben aus dem Botschaftsviertel, Industrieaufnahmen aus St. Marx, Familienbilder aus Erdberg: Die Landstraße hat sehr unterschiedliche Fotobestände.

Großbürgerliche Wohnungen zwischen Fasanviertel und Rennweg bergen Fotografien, die Familien über Jahrzehnte in Alben, Mappen und Rahmen zusammengetragen haben. Erdberg und das Rochusviertel bestehen dagegen aus Zinshäusern mit Kabinettwohnungen, deren Nachlässe eher Familienbilder, Soldatenporträts und Ansichtskartenalben enthalten. Eine Besonderheit sind Haushalte, die eine Botschaft oder eine internationale Organisation für einige Jahre nach Wien gebracht hat: Wird eine solche Wohnung aufgelöst, tauchen Reisealben, Orientaufnahmen und gelegentlich handkolorierte Japan-Fotografien auf.

Josef Löwy richtete hier ab 1872 ein Atelier für Industrieaufnahmen ein, August Stauda dokumentierte Häuser und Höfe des Bezirks vor ihrem Abbruch. Erich Lessing fotografierte 1955 die Unterzeichnung des Staatsvertrags im Belvedere, Elfriede Mejchar zwischen 1967 und 1976 die Brachen des Erdberger Mais. Die Rinderhalle des Zentralviehmarkts St. Marx und das Arsenal waren Motive der Architektur- und Industriefotografie. Im Kunst Haus Wien nahe dem Hundertwasserhaus laufen regelmäßig Fotoausstellungen; Kataloge und Editionen von dort tauchen später in Nachlässen wieder auf.

Wird eine Botschaftswohnung am Rennweg aufgelöst, drängt meist der Übergabetermin. Schicken Sie uns dann Fotos einzelner Albumseiten und Rückseiten per WhatsApp, damit wir die Besichtigung vor die Übersiedlung legen können. In Erdberg liegen Familienbilder oft in Schuhkartons auf Kastenaufsätzen oder im Kellerabteil; bitte nichts aussortieren, auch beschädigte Kabinettkarten zählen. Nach der kostenlosen Durchsicht erhalten Sie ein Angebot für den gesamten Bestand.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Reise- und Orientalben – Haushalte von Diplomaten und internationalen Organisationen im Botschaftsviertel
  • Architektur- und Industrieaufnahmen – Arsenal, St. Marx und Löwys Atelier für Industriefotografie ab 1872
  • Pressefotografie der Besatzungsjahre – Staatsvertrag 1955 im Belvedere als Motiv
  • Familienalben und Soldatenporträts – Kabinettwohnungen in Erdberg und um den Rochusmarkt

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

70

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

16

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Fotografie

Sind alte Familienfotos etwas wert?

Meist nur im Zusammenhang, etwa wenn ein Album Orte, Ereignisse oder bekannte Ateliers dokumentiert. Frühe Techniken wie Daguerreotypien und Ambrotypien sind auch mit unbekannten Personen gesucht. Fotos der Rückseiten mit Atelieraufdrucken helfen bei der Einschätzung.

Wie lagere ich Daguerreotypien bis zur Besichtigung?

Lassen Sie sie im Etui, öffnen Sie das Deckglas nicht und reinigen Sie die Platte nicht, da die Oberfläche bei Berührung zerstört wird. Bewahren Sie sie trocken und lichtgeschützt auf.

Kaufen Sie auch Glasnegative?

Ja, besonders Bestände von Ateliers, Stadtansichten und Ereignissen. Glasnegative sind zerbrechlich und schwer und werden bei der Abholung in Kisten verpackt. Beschriftete Hüllen und Schachteln sollten erhalten bleiben.

Mein Foto ist mit Bleistift signiert – ist es dadurch wertvoll?

Eine Signatur stützt die Zuschreibung, ersetzt aber nicht die Prüfung von Papier und Abzug. Auch späte Abzüge wurden von Fotografen signiert. Entscheidend sind Fotograf, Motiv, Abzugsalter und Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.