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Klassische Moderne im 3. Bezirk, 1030 Wien

Klassische Moderne in der Landstraße: vom Belvedere bis Erdberg

Belvedere, Arsenal und das Atelierhaus Landstraßer Hauptstraße 112: Die Landstraße ist mit Secession, Kunstschau und Expressionismus eng verbunden.

Neben Kabinettwohnungen in Erdberg und um den Rochusmarkt prägen großbürgerliche Wohnungen im Fasan- und Botschaftsviertel den Bezirk. Dort hängen Ölbilder und Zeichnungen der Moderne in Haushalten, die seit Generationen am Rennweg oder in der Ungargasse leben. Hinzu kommen Diplomatenhaushalte, die nach einigen Jahren aufgelöst werden; sie können Werke aus Wien neben Arbeiten der École de Paris oder des deutschen Expressionismus enthalten, erworben auf früheren Dienstposten. Gemeindebauten wie der Rabenhof bringen dagegen eher kleine Formate und Papierarbeiten.

Josef Engelhart, Gründungsmitglied der Secession, teilte ein Atelier in der Landstraßer Hauptstraße 112 mit Maximilian Lenz, Friedrich König und Alois Hänisch; 1909 schuf er mit Josef Plečnik den Karl-Borromäus-Brunnen. Das Belvedere zeigt Klimts „Kuss“ und „Judith“ sowie Hauptwerke von Schiele, Kokoschka und Richard Gerstl, auf dem Gelände des heutigen Konzerthauses fand 1908 die Kunstschau statt. Albin Egger-Lienz’ „Den Namenlosen 1914“ hängt im Heeresgeschichtlichen Museum im Arsenal.

Im Botschaftsviertel stehen Wohnungsauflösungen oft unter Termindruck, weil ein Dienstposten endet; Fotos und Maße vorab erlauben es, Besichtigung und Abholung in einen Termin zu legen. Bei Bildern, die über Auslandsstationen gereist sind, notieren wir Zollpapiere und Rechnungen, sie belegen die Herkunft. Erdberger Zinshäuser haben oft schmale Stiegen, dort tragen wir Rahmen einzeln. Die Besichtigung kostet nichts, wir zahlen bar oder überweisen den Betrag.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Arbeiten aus dem Umkreis Josef Engelharts und der frühen Secessionisten – Atelierhaus Landstraßer Hauptstraße 112
  • Werke der École de Paris und des deutschen Expressionismus – Haushalte aus Diplomatie und internationalen Organisationen
  • Bildnisse und Stillleben der Zwischenkriegszeit – großbürgerliche Wohnungen im Fasan- und Botschaftsviertel

Mit Bezug zu Landstraße

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 3. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.