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Militaria, Orden & Uniformen im 3. Bezirk, 1030 Wien

Rund um das Arsenal: Orden und Uniformen aus der Landstraße

Heeresgeschichtliches Museum, Arsenal und Botschaftsviertel prägen den 3. Bezirk. Offiziers- und Beamtenhaushalte hinterlassen Orden, Uniformteile und Regimentsandenken.

Nach 1848 ließ der Staat am Südrand der Landstraße das Arsenal errichten, und rund um Kasernen und Ministerien siedelten sich Offiziers- und Beamtenfamilien an. In den bürgerlichen Etagenwohnungen beim Rennweg und im Fasanviertel liegen deshalb Ordensdekorationen, Schematismen, Regimentsgeschichten und Säbelkoppeln in Schränken und Truhen. Erdberg und das Weißgerberviertel mit ihren Zinshäusern bringen die Gegenseite: Mannschaftsfotos, Tapferkeitsmedaillen, Erinnerungsblätter an den Militärdienst, Kappenabzeichen aus dem Ersten Weltkrieg.

Im Heeresgeschichtlichen Museum, das Hansen und Förster im Arsenal errichteten, sind unter anderem das Automobil von Sarajevo und die Uniform zu sehen, in der der Thronfolger am 28. Juni 1914 tödlich getroffen wurde. Für den Handel ist es die wichtigste Vergleichssammlung zu Uniformen, Kopfbedeckungen und Auszeichnungen der Monarchie. Die Heumarktkaserne nahe dem Schwarzenbergplatz und die Kasernen des Arsenals machten die Landstraße im 19. Jahrhundert zu einem Garnisonsbezirk. Der Rabenhof in Erdberg erinnert an das Rote Wien.

Diplomatenhaushalte im Botschaftsviertel hinterlassen mitunter ausländische Orden; sie bewerten wir nach Land, Klasse und Hersteller ebenso wie österreichische. Uniformteile bitte nicht waschen oder ausbürsten, Mottenschäden sehen wir uns gemeinsam an. Bei Konvoluten aus Offiziershaushalten gehören Schematismen und Dekrete dazu. Kappen und Helme bitte nicht übereinanderstapeln, damit Form und Futter erhalten bleiben. Liegt im Nachlass eine Schusswaffe, geht sie über einen befugten Waffenhändler, den wir Ihnen nennen.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Uniformen, Kopfbedeckungen und Auszeichnungen der Monarchie – Offiziers- und Beamtenhaushalte im Umfeld des Arsenals
  • Schematismen und Regimentsgeschichten – Bibliotheken großbürgerlicher Wohnungen im Fasanviertel
  • Ausländische Orden – Diplomatenhaushalte im Botschaftsviertel am Rennweg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

8

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

4

Fragen zu Militaria, Orden & Uniformen

Wie bewerten Sie einen Militärnachlass?

Wir sichten Orden, Urkunden, Uniformen, Fotos und Dokumente vollständig, halten Zusammenhänge fest und machen ein Angebot für die Gruppe oder einzelne Stücke. Familienpapiere ohne Sammlerwert geben wir selbstverständlich zurück.

Woran erkenne ich, ob ein Orden echt ist?

Hinweise sind Herstellerangabe, Punzen, Qualität des Emails, Gewicht und Aufhängung. Weil auch gute Kopien existieren, prüfen wir jedes Stück mit Lupe, Waage und Vergleichsstücken aus der Fachliteratur.

Soll ich Orden und Medaillen reinigen?

Nein. Reinigung beschädigt Email, Vergoldung und Patina und mindert den Wert. Lassen Sie auch die Bänder an den Stücken.

Ist eine Tapferkeitsmedaille aus dem Ersten Weltkrieg wertvoll?

Das hängt von Klasse, Kaiserbildnis, Material und Erhaltung ab. Goldene Tapferkeitsmedaillen und die Offiziers-Tapferkeitsmedaille sind selten, bronzene häufiger. Mit Verleihungsdokument und Foto des Trägers steigt der Wert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.