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Material: Email, Steine & Schmuck

Lapislazuli

Tiefblaues Gestein aus Lasurit mit goldenen Pyritpunkten, seit der Antike aus Afghanistan gehandelt und Grundstoff des Ultramarins.

Lapislazuli ist ein Gestein aus dem blauen Mineral Lasurit, durchsetzt mit goldglänzendem Pyrit und weißem Calcit. Die wichtigsten historischen Lagerstätten liegen in Badachschan im Nordosten Afghanistans, wo seit Jahrtausenden abgebaut wird; weitere Vorkommen gibt es in Chile und am Baikalsee. Gemahlen ergab Lapislazuli das kostbare Ultramarinblau der Malerei. Als Schmuckstein diente er für Perlen, Ringe, Schalen, Dosen, Tischplatten und Einlagen in Pietra dura. In russischen Kirchen und Palästen verkleideten Platten aus Lapislazuli Säulen und Wände.

Echter Lapislazuli zeigt ein tiefes, leicht violettstichiges Blau mit unregelmäßigen Pyritpunkten und weißen Calcitadern. Gefärbter Jaspis, im Handel irreführend Swiss Lapis genannt, wirkt fleckiger und ohne Pyrit. Gilson-Lapis ist ein künstliches Produkt mit sehr gleichmäßiger Farbe. Sodalith ist heller und zeigt weiße Adern ohne Goldpunkte. Gefärbte Steine färben beim Reiben mit einem acetongetränkten Tuch blau ab. Imitationen aus Kunstharz wiegen spürbar weniger.

Lapislazuli wird nach Farbe, Gleichmäßigkeit und Pyritanteil bewertet; tiefblaue Steine mit wenig Calcit sind am gesuchtesten. Objekte mit Goldmontierung, Pietra-dura-Platten und alte Perlenketten finden Interesse. Gefärbte Imitationen haben geringen Wert. Bei Schalen und Dosen mindern Risse und gekittete Bruchstellen den Wert deutlich, weil das Gestein spröde ist.

So prüfen Sie es

  • tiefes Blau mit Goldpunkten
  • weiße Calcitadern
  • fleckiges Blau ohne Pyrit bei Jaspis
  • gleichmäßige Farbe bei Gilson-Lapis
  • Abfärben bei gefärbten Steinen

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