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Wiener Bronzen im 5. Bezirk, 1050 Wien

Wiener Bronzen aus Margareten: Hinterhöfe, Gürtelhöfe, Kellerabteile

Zwischen Reinprechtsdorfer Straße und Margaretengürtel tauchen Wiener Bronzen meist als Gebrauchsstücke auf: Aschenschalen, Zündholzhalter, kleine Hunde.

Margareten ist fast lückenlos mit vier- bis fünfgeschoßigen Gründerzeit-Zinshäusern bebaut, ergänzt durch die Gemeindebauten am Gürtel wie Reumannhof, Metzleinstaler Hof und Matteottihof. Die Wohnungen sind klein, der Hausrat ist über Jahrzehnte gewachsen. Wiener Bronzen erscheinen hier selten als Sammlung, häufiger als einzelne Stücke in einer Kredenz: ein kaltbemalter Dackel, eine Zündholzhalterung mit Vogel, eine Aschenschale aus dem Wirtshaus. Gerade solche Gebrauchsbronzen entstanden um 1900 in großer Zahl.

Eine namhafte Bronzewerkstatt lässt sich für Margareten nicht festmachen. Anschlussfähig ist die Gewerbestruktur: Werkstätten in Hinterhöfen, Gerber und Färber am Wienfluss prägten den Bezirk im 19. Jahrhundert, und auch die Wiener Bronzewarenerzeugung bestand überwiegend aus kleinen Betrieben. Im Nachbarbezirk Wieden arbeitete Fernkorns Kunsterzgießerei in der Gußhausstraße. Mit Erkern, Balkonen und Dachaufbauten über dem Wienfluss zeigt Marmoreks Rüdigerhof von 1902 den Jugendstil, dem viele Lampen- und Tänzerinnenbronzen angehören.

Kellerabteile in den Gemeindebauten enthalten oft Werkzeug, Spielzeug und Schachteln mit Kleinkram; Bronzen sind dort meist in Zeitungspapier gewickelt. Wir bitten um Fotos mit Maßband und Unterseite, denn Gewicht und Gusskanten unterscheiden Bronze von bemaltem Zinkguss. In den Gründerzeithäusern an der Reinprechtsdorfer Straße rechnen wir mit Stiegen ohne Lift. Nach der kostenlosen Besichtigung bezahlen wir bar oder per Überweisung.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Aschenschalen und Zündholzhalter – Gebrauchsbronzen aus Wirtshaus- und Haushaltsbeständen
  • Kaltbemalte Hunde und Katzen – Einzelstücke in Kredenzen langjähriger Mieter
  • Jugendstil-Figurenlampen – vereinzelt in Altbauwohnungen nahe Wienzeile und Rüdigerhof

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Kaufen Sie auch beschädigte Wiener Bronzen?

Ja, sofern Motiv und Ausführung stimmen. Abgebrochene Teile sollten aufbewahrt werden, da sie fachgerecht wieder befestigt werden können. Fehlende Teile mindern je nach Motiv unterschiedlich stark.

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?

An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.