Feuervergoldete Empire-Bronzen
Leuchter, Tafelaufsätze, Figuren und Beschläge aus feuervergoldeter Bronze zwischen 1800 und 1830.
Im Empire und Biedermeier fertigten Wiener Bronzearbeiter feuervergoldete Bronzen für Möbel, Uhren und Tafel: Kandelaber, Leuchter, Tafelaufsätze, Schalen, Tintenzeuge, Figuren und Möbelbeschläge nach französischem Vorbild. Bei der Feuervergoldung wird ein Amalgam aus Gold und Quecksilber aufgetragen und das Quecksilber abgedampft, was eine warme, dauerhafte Vergoldung ergibt. Wiener Arbeiten verbinden oft vergoldete und patinierte Teile, etwa dunkle Figuren auf goldenen Sockeln. Vorbilder lieferten Pariser Bronziers und Stichvorlagen. Viele Stücke stammen aus Wiener Palais und Bürgerhäusern des Vormärz.
Es zählen Qualität von Guss, Ziselierung und Vergoldung, Größe und Vollständigkeit. Originale Feuervergoldung erkennt man an warmem Ton und feiner Mattierung, spätere galvanische Vergoldung wirkt gelblicher und glatter. Paare von Leuchtern und vollständige Garnituren sind gesucht. Fehlende Teile, Abrieb und spätere Lackierungen mindern. Pendulen mit Empire-Bronzen behandelt die Seite zu Großuhren. Nachgüsse des 19. Jahrhunderts sind häufig und meist schwächer ziseliert.
Woran man es erkennt
- Warmer Ton der Feuervergoldung
- Vergoldet und patiniert kombiniert
- Leuchterpaare
- Galvanische Nachvergoldung
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