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Textilien, Stickerei & Spitze im 18. Bezirk, 1180 Wien

Textilien aus Währing: Biedermeier-Wäsche und Cottage-Haushalte

Das Geymüllerschlössel in Pötzleinsdorf bewahrt Biedermeier-Interieurs, im Cottage lebten Gelehrte und Sammler: Währinger Textilien reichen von Weißwäsche bis Kaschmir.

Als Sommerfrische wohlhabender Stadtfamilien erlebten Gersthof und Pötzleinsdorf im 18. und 19. Jahrhundert ihre Blüte; in den erhaltenen Häusern finden sich Stickereien, Weißwäsche und Handarbeiten aus dieser Zeit. Die Cottage-Villen mit Souterrain, Dachboden und Gartenhaus bewahren dagegen Bestände von Gelehrten- und Sammlerfamilien: Kaschmirschals, Spitzenkragen, Reisetextilien, mitgebrachte Stickereien von Reisen in den Süden und Osten. In den Altbauwohnungen um den Kutschkermarkt überwiegt bürgerliche Haushaltswäsche.

Das Geymüllerschlössel von 1808, eine Außenstelle des MAK, stellt Biedermeiermöbel im Raumzusammenhang aus und hilft bei der Einordnung von Bezugsstoffen und Stickereien jener Jahre. Das Haus Moller in der Starkfriedgasse verweist auf die Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit, zu der bedruckte Leinenstoffe gehörten. Nach 1938 wurden viele Familien aus dem Cottage vertrieben; Einrichtungen samt Wäsche und Textilien wurden zerstreut und später teils zurückgestellt.

Echte Kaschmirschals des 19. Jahrhunderts sind gewebt oder bestickt, spätere Paisleyschals oft bedruckt; ein Foto der Rückseite zeigt den Unterschied. Bei Textilien aus Cottage-Villen fragen wir nach der Familiengeschichte, wenn ein Besitzwechsel in die Jahre 1938 bis 1945 fallen könnte. Zur kostenlosen Besichtigung gehören Souterrain und Dachboden, wo Textilien oft in Schachteln liegen.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Weißwäsche, Stickereien und Handarbeiten – Sommerfrischenhäuser in Pötzleinsdorf und Gersthof
  • Kaschmir- und Paisleyschals, Spitzenkragen – Gelehrten- und Sammlerhaushalte im Cottage
  • Bezugsstoffe und Vorhänge der Zwischenkriegszeit – Villen im Cottageviertel; die Herkunft wird geprüft

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

17

Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Wie erkenne ich Stoffe der Wiener Werkstätte?

Hinweise sind der Schriftzug an der Webkante, typische Muster und Farben sowie Musterbezeichnungen. Weil viele Entwürfe nachgedruckt wurden, prüfen wir Stoffqualität, Druckart und Webkante.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.