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Textilien, Stickerei & Spitze im 5. Bezirk, 1050 Wien

Textilien aus Margareten: Aussteuerwäsche und Handarbeit

Färber und Wäschereien am Wienfluss, Gemeindebauten am Gürtel, Altmieter in Zimmer-Küche-Wohnungen: Margareten bewahrt Haushaltstextilien aus vielen Jahrzehnten.

Viele Mieterinnen in Margareten haben ihre Aussteuer vor Jahrzehnten in dieselbe Wohnung mitgebracht, in der sie bis zuletzt lebten. In den Kredenzladen und Kästen der Gemeindebauten am Margaretengürtel liegen daher Leinentücher mit Monogramm, Kaffeedecken mit Hohlsaum, Kreuzstichpolster und Häkelarbeiten, daneben bedruckte Vorhangstoffe der Fünfziger. Nähkästchen und Stickrahmen gehören häufig dazu, Spitzen aus Plauen oder aus Handklöppelei zu manchen dieser Verlassenschaften.

Textiles Gewerbe war in Margareten Alltag: Im 19. Jahrhundert arbeiteten am Wienfluss Färber und Gerber, in den Höfen Wäschereien und kleine Werkstätten, die nach und nach verschwanden. Gleich jenseits der Wienzeile liegt Gumpendorf, wo die Weberei Philipp Haas & Söhne 1810 ihren Betrieb aufnahm; ihre Möbelstoffe und Teppiche in Wiener Wohnungen weit verbreitet waren. Und am Bezirksrand bei der Kettenbrückengasse wechseln samstags Tischwäsche, Spitzendecken und Stoffreste auf dem Flohmarkt die Besitzer.

In Kellerabteilen der Gemeindebauten leiden Textilien unter Feuchtigkeit; Stockflecken beurteilen wir vor Ort und raten davon ab, sie vorher selbst zu behandeln. Fotografieren Sie Monogramme, Webkanten und, bei Spitzen, eine Gegenlichtaufnahme. Bei der kostenlosen Besichtigung sehen wir Kästen, Kredenzladen und Kellerabteil durch. Einzelne Wäschestücke haben selten Sammlerwert, vollständige Garnituren und feine Handarbeiten dagegen oft.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Aussteuerwäsche aus Leinen mit Monogramm und Hohlsaum – Altmieterhaushalte in Gemeindebau und Gründerzeithaus
  • Kreuzstich-, Häkel- und Weißstickerei – Handarbeiten aus Familienbesitz
  • Nähkästchen, Stickrahmen und Klöppelzubehör – Hausrat langjährig bewohnter Wohnungen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Kaufen Sie Messgewänder und Kirchentextilien?

Ja, wenn die Herkunft geklärt ist, etwa bei Paramenten aus Familienbesitz oder aus einer dokumentierten Veräußerung einer Pfarre. Ohne geklärte Provenienz kaufen wir kirchliche Textilien nicht an.

Wie lagere ich alte Textilien bis zur Besichtigung?

Dunkel, trocken und luftig, am besten in säurefreiem Seidenpapier. Plastiksäcke fördern Stockflecken, Falten an immer derselben Stelle führen zu Brüchen.

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.