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Art déco im 10. Bezirk, 1100 Wien

Art déco in Favoriten: das Amalienbad am Reumannplatz

Das Amalienbad von Otto Nadel und Karl Schmalhofer (1923–1926) zeigt Fliesen- und Glasdekor des Art déco im Arbeiterbezirk – Anlass, auf Keramik und Leuchten jener Jahre zu achten.

Als das Amalienbad am Reumannplatz eröffnete, war es eines der größten Hallenbäder Europas. Otto Nadel und Karl Schmalhofer statteten es mit Fliesenbändern, farbigem Glas und geometrischem Dekor aus und brachten damit den Stil der Pariser Ausstellung von 1925 in einen kommunalen Zweckbau des Roten Wien. Im selben Bezirk entstand 1927–1930 der George-Washington-Hof von Robert Oerley und Karl Krist. In solchen Gemeindebauten und in den Zinshäusern um den Viktor-Adler-Markt bleiben Wohnungen oft in der Familie, mit ihnen der Hausrat der Zwischenkriegszeit.

In Favoritner Verlassenschaften achten wir deshalb auf Keramikfiguren von Goldscheider, Metallarbeiten der Werkstätte Hagenauer, Glas und Luster aus dem Umfeld von Bakalowits sowie Tischuhren, Puderdosen und Zigarettenetuis mit Zickzack- und Sonnenstrahlmotiven. Goldscheider-Figuren tragen meist eine gestempelte Firmenmarke und eine eingepresste Modellnummer, Hagenauer-Objekte das eingeschlagene Zeichen „wHw“. Spätere Nachgüsse fallen durch verschwommene Details, raue Unterseiten und geringeres Gewicht auf. Fotos von Marke, Boden und Gesamtansicht erlauben eine erste Einordnung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.