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Antiquitäten Wien

Schmuck & Juwelen im 10. Bezirk, 1100 Wien

Granatschmuck und Goldschmuck verkaufen in Favoriten

Die Ziegelarbeiter vom Wienerberg kamen aus Böhmen und Mähren – und mit ihnen der böhmische Granatschmuck, der in Favoritner Familien bis heute weitergegeben wird.

Gemeindewohnungen bleiben in Favoriten häufig in der Familie, oft über drei Generationen; der Schmuck der Großmutter liegt dann oft noch in derselben Kommode. Aus den Gründerzeitvierteln um Reumannplatz und Viktor-Adler-Markt, aus George-Washington-Hof und Per-Albin-Hansson-Siedlung kommen Granatbroschen, Kreuzanhänger mit böhmischem Pyrop, Ehe- und Verlobungsringe, Gliederarmbänder in Rotgold. In den Einfamilienhäusern von Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl sind auch Trachtenschmuck und Bauernsilber zu erwarten.

Die „Ziegelböhm“ am Wienerberg, über deren Lebensverhältnisse Victor Adler 1888 berichtete, prägten mit tschechischen Vereinen, Schulen und Kirchen den Bezirk bis ins 20. Jahrhundert. Granatschmuck aus Böhmen, gefasst in Gold, Silber oder Tombak, war Geschenk und Mitgift. Das Amalienbad am Reumannplatz von 1923–1926 mit Fliesen- und Glasdekor zeigt die Formen des Art déco, wie sie auch Broschen und Anhänger dieser Jahre tragen.

Böhmischer Granatschmuck wird nach Fassung und Alter bewertet, nicht nach Steinzahl; zeigen Sie uns auch Stücke mit fehlenden Steinen. Fotografieren Sie Rückseite und Punze, bei Tombak fehlt sie meist. In den großen Höfen genügt die Stiegennummer, in den Siedlungen im Süden ein Hinweis auf die Hauseinfahrt. Altgold rechnen wir zum Tageswert ab, gewogen wird am Tisch.

Was in Favoriten häufig auftaucht

  • Böhmischer Granatschmuck in Gold, Silber und Tombak – Familien aus Böhmen und Mähren im Bezirk.
  • Gliederarmbänder und Ringe in Rotgold – Gemeindebauhaushalte der Nachkriegszeit.
  • Art-déco-Broschen und Anhänger – Formen, wie sie das Amalienbad am Reumannplatz zeigt.

Mit Bezug zu Favoriten

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 10. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 10. Bezirk.

Künstler

14

Manufakturen & Marken

29

Epochen & Stile

13

Materialien, Techniken & Punzen

56

Fragen zu Schmuck & Juwelen

Brauche ich für Diamanten ein Zertifikat?

Nein. Wir prüfen Steine bei der Besichtigung mit Lupe und Messgerät. Ein vorhandener Laborbericht von GIA, HRD oder IGI erleichtert die Einstufung größerer Steine.

Kaufen Sie auch beschädigten Schmuck?

Ja. Fehlende Steine, gerissene Ketten und abgeplatztes Email mindern den Wert, machen ein Stück aber nicht wertlos. Lassen Sie antiken Schmuck vor dem Verkauf nicht reparieren, weil unpassende Reparaturen den Sammlerwert senken.

Was ist böhmischer Granatschmuck wert?

Das hängt vom Material der Fassung, der Größe und Dichte der Steine und vom Alter ab. Stücke des 19. Jahrhunderts in Gold oder mit großen Steinen sind gefragter als vergoldeter Tombak späterer Serien; wir prüfen auch, ob tatsächlich Pyrope verarbeitet wurden; rotes Glas kommt vor.

Wie erkenne ich echten Schmuck der Wiener Werkstätte?

Echte Stücke tragen das WW-Monogramm, oft die Rosenmarke sowie Zeichen von Entwerfer und Ausführendem und österreichische Silberpunzen. Weil Nachahmungen mit gefälschten Marken im Umlauf sind, prüfen wir Verarbeitung, Material und Vergleichsstücke aus den Archiven.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.