Manufaktur: Werbung & Markenartikel
Zacherl
Wien, 19. und 20. Jahrhundert
Insektenpulverfabrik der Familie Zacherl in Döbling; Dosen, Flaschen und Plakate für „Zacherlin“ sind Werbeobjekte von Historismus und Jugendstil.
Der Wiener Kaufmann Johann Zacherl vertrieb ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Insektenpulver aus getrockneten Chrysanthemenblüten, das er im Kaukasus kennengelernt hatte, unter dem Namen Zacherlin. Sein Sohn Johann Evangelist Zacherl baute das Geschäft zu einem international tätigen Unternehmen aus.
Hugo von Wiedenfeld errichtete 1888–1892 in der Nußwaldgasse in Döbling die Zacherlfabrik in Formen einer Moschee, mit minarettartigem Turm und farbigen Fliesen. In der Inneren Stadt ließ Johann Evangelist Zacherl 1903–1905 von Jože Plečnik das Zacherlhaus an der Brandstätte bauen, mit einer Figur des Erzengels Michael von Ferdinand Andri über dem Eck.
Zacherlin wurde in Blechdosen, Glasflaschen und Pulverspritzen verkauft; die Werbung reichte von Plakaten und Emailschildern bis zu Postkarten und Reklamemarken. Gefragt sind gut erhaltene Dosen mit Etikett, beschriftete Flaschen und Plakate. Veränderte Firmenadressen und Schriftzüge trennen ältere von jüngeren Stücken.
Entwerfer & Personen
- Johann Zacherl
- Johann Evangelist Zacherl
- Hugo von Wiedenfeld
- Jože Plečnik
- Ferdinand Andri
Zacherl verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
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- Ankerbrotseit 1891
- Julius Meinlseit 1862
- Mannerseit 1890
- Ottakringer Brauereiseit 1837
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