Violinen
Geigen aus Wiener, Tiroler, Mittenwalder, vogtländischer, französischer und italienischer Herkunft, vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.
Im Barock folgten Wiener Geigenmacher wie Daniel Achatius Stadlmann und die Familie Thir dem hochgewölbten Modell des Tiroler Meisters Jakob Stainer; im 19. Jahrhundert orientierten sich Nikolaus Sawicki, Gabriel Lemböck und Carl Zach an Stradivari und Guarneri. In Mittenwald begründete Matthias Klotz um 1700 eine Geigenbautradition, in Markneukirchen, im böhmischen Schönbach und im französischen Mirecourt entstanden Geigen in Werkstatt- und Fabrikfertigung für den Weltmarkt. Eine Geige besteht aus Fichtendecke, Ahornboden und Zargen, Hals und Schnecke aus Ahorn und Griffbrett aus Ebenholz.
Den Wert bestimmen Erbauer, Qualität der Arbeit, Holz, Lack und Erhaltung. Meistergeigen mit nachvollziehbarer Zuschreibung, originalem Lack und ohne Stimmstockriss sind gesucht; Risse in der Decke, Wurmfraß und Bodenrisse mindern den Wert, sind aber reparabel. Werkstattgeigen aus Mittenwald und Markneukirchen haben einen soliden Markt, einfache Fabrikgeigen einen kleinen. Zertifikate von Geigenbauern und alte Rechnungen erhöhen die Glaubwürdigkeit einer Zuschreibung. Bitte entspannen Sie die Saiten nicht vollständig, sonst kann der Stimmstock umfallen.
Woran man es erkennt
- Geigen Wiener Meister des Barock
- Wiener Geigen des 19. Jahrhunderts
- Mittenwalder Werkstattgeigen
- Geigen aus Markneukirchen und Schönbach
- Französische Geigen aus Mirecourt
- Zertifikate und Rechnungen
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