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Musikinstrumente

Spieldosen und Plattenspielwerke

Mechanische Musikwerke mit Stiftwalze oder Lochplatte und Stahlkamm, aus der Schweiz, Leipzig und Paris, vom frühen 19. bis ins 20. Jahrhundert.

Die Spieldose mit Stiftwalze und Stahlkamm entstand um 1800 im Genfer Uhrmacherhandwerk und wurde im Waadtländer Jura, besonders in Sainte-Croix, zu einer Industrie. Walzenspieldosen in Holzkästen spielen mehrere Melodien, größere Modelle mit Trommel, Glocken und Zusatzkamm. Ab 1885 baute Symphonion in Leipzig Spieldosen mit auswechselbaren Lochplatten aus Blech, bald folgte Polyphon, das auch Münzautomaten für Gasthäuser lieferte. Thorens in Sainte-Croix fertigte Spielwerke für Dosen, Alben und Andenken. In Paris entstanden Singvogeldosen und Vogelkäfige mit Automaten.

Den Wert bestimmen Größe, Zahl der Melodien, Zusatzinstrumente, Funktion und Gehäuse. Große Walzenspieldosen mit Intarsiengehäuse und Programmkarte sind gesucht, ebenso Plattenspielwerke mit vielen Platten und Singvogelautomaten. Gebrochene Kammzähne, gerissene Federn und verbogene Stifte mindern den Wert und sind reparabel. Bitte ziehen Sie ein Werk nicht auf, wenn die Bremse gelöst ist oder die Walze stillsteht, denn die Feder kann sich schlagartig entladen.

Woran man es erkennt

  • Walzenspieldosen aus Sainte-Croix
  • Spieldosen mit Glocken und Trommel
  • Symphonion- und Polyphon-Werke
  • Münzbetriebene Plattenspielwerke
  • Singvogeldosen
  • Programmkarten und Lochplatten

Hersteller

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