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Musikinstrumente im 17. Bezirk, 1170 Wien

Musikinstrumente aus Hernals: Schrammelgräber, Heurige und Villen

Johann Schrammel liegt seit 1893 am Hernalser Friedhof begraben. Heurige in Dornbach und Villen am Schwarzenbergpark liefern Instrumente aus Volksmusik und Salon.

Gründerzeitwohnungen um Elterleinplatz und Hernalser Hauptstraße, Siedlungshäuser am Heuberg und Landhäuser mit Weinkellern in Dornbach und Neuwaldegg: Hernalser Instrumente kommen aus sehr verschiedenen Haushalten. In Heurigenhäusern sind Kontragitarren, Akkordeons und Violinen zu erwarten, in den Villen des Späthistorismus Salonflügel, Harfen und Streichinstrumente. Siedlerfamilien am Heuberg bewahren Mundharmonikas, Gitarren und Mandolinen, oft zusammen mit Liederbüchern und Vereinsnoten. In den Gründerzeitwohnungen stehen dazu Pianinos aus Wiener Fabriken.

Die Schrammelgräber am Hernalser Friedhof erinnern an Johann Schrammel, der 1893 starb, und an das Quartett, das er mit seinem Bruder Josef gründete. Die Weingärten Dornbachs gehen auf Besitz des Stifts St. Peter aus Salzburg zurück, Heurige gibt es dort bis heute. Hernalser Hauptstraße und Straßenbahnlinie 43 verbinden den Gürtel mit Neuwaldegg, den Ausflugsorten am Ende der Strecke. Im Ostteil wuchs im 19. Jahrhundert ein Arbeiter- und Gewerbebezirk mit Heurigen und Wirtshäusern.

Kontragitarren und Violinen aus Heurigenhaushalten sind oft stark bespielt; Abnutzung am Griffbrett ist normal und kein Grund, das Instrument vorher reparieren zu lassen. Fotografieren Sie Zettel, Kopf und Korpus von allen Seiten. In Dornbacher Villen am Hang klären wir den Weg für einen Flügel vorab. Wir kommen kostenlos; gezahlt wird bar oder mit Überweisung.

Was in Hernals häufig auftaucht

  • Kontragitarren, Akkordeons und Violinen – Heurigen in Dornbach und Neuwaldegg, Schrammeltradition
  • Salonflügel, Harfen und Streichinstrumente – Villen des Späthistorismus am Schwarzenbergpark
  • Mundharmonikas, Gitarren und Mandolinen – Siedlerhaushalte am Heuberg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 17. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

16

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Musikinstrumente

Was ist mit Klavieren mit Elfenbeintasten?

Klaviaturen mit Elfenbeinbelag fallen unter die EU-Regeln zum Elfenbeinhandel. Für Musikinstrumente gibt es Ausnahmen, die eine behördliche Bescheinigung voraussetzen. Wir klären die Lage bei der Besichtigung mit Ihnen.

Soll ich ein Instrument vor dem Verkauf reparieren lassen?

Nein. Für die Bewertung genügt der jetzige Zustand, und eine Reparatur erfordert Fachkenntnis. Laienhaft geleimte Risse oder neu lackierte Decken mindern den Wert stärker als der ursprüngliche Schaden.

Wie fotografiere ich eine Geige für die Ersteinschätzung?

Decke, Boden und beide Zargen gerade von vorn, die Schnecke von der Seite und den Zettel durch das linke F-Loch mit einer Taschenlampe. Beim Bogen den Frosch und den Stempel am Ende der Stange. Tageslicht ohne Blitz zeigt Lack und Holz am besten.

Kaufen Sie Instrumente aus der Blasmusik?

Ja, besonders ältere Instrumente Wiener und böhmischer Hersteller mit Drehventilen, Wiener Hörner und Instrumente mit Hofstempel. Moderne Schülerinstrumente sind häufig und werden im Bestand bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.