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Material: Metall & Bronze

Gusseisen

In Sandformen gegossenes Eisen für Öfen, Grabkreuze, Gartenmöbel und Kunstguss, im 19. Jahrhundert in großen Mengen produziert.

Gusseisen ist kohlenstoffreiches Eisen, das in Sandformen gegossen wird. Es ist hart, druckfest und spröde. Im 19. Jahrhundert stellten Eisengießereien in Preußen, Böhmen, Mähren und der Steiermark Öfen, Grabkreuze, Brunnen, Gartenbänke, Geländer und Kunstguss wie Statuetten, Plaketten und Leuchter her. Bekannte Werke waren Gleiwitz und Berlin in Preußen, Blansko in Mähren und das Gusswerk bei Mariazell. Haushaltsgegenstände wie Bügeleisen, Waffeleisen und Mörser gehören zu den häufigsten Funden.

Gusseisen ist schwer, wird vom Magneten stark angezogen und zeigt an Bruchstellen ein grau-körniges Gefüge. Die Oberfläche ist oft schwarz lackiert oder mit Graphit geschwärzt. Gussnähte und Sandstruktur sind auf der Rückseite sichtbar. Rost entsteht an beschädigten Stellen. Gießereizeichen und Modellnummern sind meist mitgegossen. Schmiedeeisen ist dagegen zäh, verbiegt sich statt zu brechen und zeigt Hammerspuren. Moderne Nachgüsse wirken in den Details unscharf und rauer.

Kunstguss des 19. Jahrhunderts mit Gießereimarke und gut erhaltener Oberfläche ist gesucht, schwere Gartenmöbel und Öfen sprechen eher Liebhaber an. Rost, Brüche und alte Schweißstellen mindern den Wert. Viele Gartenmöbel im Stil des 19. Jahrhunderts sind moderne Nachgüsse, die leichter und gröber ausfallen.

So prüfen Sie es

  • hohes Gewicht und starker Magnetzug
  • grau-körniger Bruch
  • schwarze Lackierung oder Graphit
  • mitgegossene Gießereizeichen
  • Sandstruktur auf der Rückseite

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.