Material: Metall & Bronze
Schmiedeeisen
Von Hand geschmiedetes, zähes Eisen für Gitter, Grabkreuze, Beschläge, Leuchter und Zunftzeichen.
Schmiedeeisen ist kohlenstoffarmes Eisen, das im glühenden Zustand mit Hammer und Amboss geformt wird. Kunstschmiede fertigten seit dem Mittelalter Gitter, Tore, Grabkreuze, Truhenbeschläge, Türbänder, Leuchter, Kaminböcke und Wirtshausschilder. Im Barock entstanden kunstvolle Gitter mit Ranken und Blattwerk, im Jugendstil geschwungene Formen. Verbindungen wurden durch Nieten, Bunde und Feuerschweißung hergestellt, nicht durch elektrische Schweißnähte. Auch Laternen, Hauszeichen und Fenstergitter alter Wiener Häuser zeigen diese Technik.
Schmiedeeisen ist zäh, verbiegt sich unter Last und zeigt Hammerspuren, unregelmäßige Querschnitte und verjüngte Enden. Verbindungen sitzen als Nieten oder als umgelegte Bunde. Ein Magnet haftet stark. Elektrisch geschweißte Nähte mit Schweißraupe weisen auf das 20. Jahrhundert. Gusseisen ist dagegen spröde und zeigt Gussnähte. Rost bildet Schichten, die bei alten Stücken tief in die Oberfläche reichen. Neue Arbeiten aus Walzstahl haben gleichmäßige Querschnitte und scharfe Kanten.
Barocke Gitter, Grabkreuze und Zunftzeichen mit originaler Fassung sind gesucht. Für die Bewertung zählen Alter, Qualität der Schmiedearbeit und Erhaltung. Stark verrostete oder mit modernen Schweißnähten reparierte Stücke verlieren an Wert. Neue Schmiedearbeiten im alten Stil sind häufig und an gleichmäßigen Stäben und frischen Schnittflächen zu erkennen.
So prüfen Sie es
- Hammerspuren und unregelmäßige Querschnitte
- Nieten und Bunde statt Schweißnähten
- starker Magnetzug
- zähes Material, verbiegt statt bricht
- tiefe Rostschichten bei alten Stücken
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