Material: Metall & Bronze
Berliner Eisen
Feiner Eisenkunstguss und Schmuck der Königlichen Eisengießerei Berlin, bekannt durch die Aktion „Gold gab ich für Eisen“ von 1813.
Die Königlich Preußische Eisengießerei in Berlin, gegründet 1804, erreichte im Kunstguss eine Feinheit, die als Fer de Berlin international bekannt wurde. Sie goss Medaillons, Plaketten, Statuetten, Leuchter und filigranen Schmuck aus Eisen, darunter Halsketten, Armbänder, Broschen und Ohrgehänge. Während der Befreiungskriege tauschten Bürger 1813 unter dem Motto „Gold gab ich für Eisen“ ihren Goldschmuck gegen Eisenschmuck. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Eisenschmuck in Mode, auch über Preußen hinaus.
Berliner Eisen ist schwarz lackiert, sehr fein durchbrochen und wird vom Magneten angezogen, was es von Zink, Kunststoff oder Jet unterscheidet. Glieder sind mit Drahtösen verbunden, oft in Gold oder Stahl montiert. Medaillons zeigen klassizistische Köpfe und Szenen. Unter der Lupe ist der Guss scharf, mit sauber durchbrochenen Flächen. Rost zeigt sich an Stellen, an denen der Lack abgerieben ist. Signaturen sind selten, gelegentlich findet sich ein Gießereivermerk auf der Rückseite.
Berliner Eisenschmuck und Kunstguss sind selten, weil die feinen Teile leicht brachen und rosteten. Gut erhaltene Parüren und Stücke mit Inschrift sind gesucht. Nachgüsse und Kopien aus Zinkguss oder Kunststoff kommen vor; der Magnettest und die Feinheit des Gusses klären die Zuordnung.
So prüfen Sie es
- schwarz lackiertes, feines Eisen
- starker Magnetzug
- filigran durchbrochene Glieder
- Drahtösen und Montierungen
- Rost an abgeriebenen Stellen
Berliner Eisen verkaufen: in allen 23 Bezirken
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