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Meiji-Zeit im 2. Bezirk, 1020 Wien

Meiji-Zeit in der Leopoldstadt: Japans erster Auftritt 1873

Fünf Jahre nach der Meiji-Restauration trat Japan auf der Weltausstellung 1873 im Prater erstmals offiziell auf – mit Exportkunst, die bald in Wiener Wohnungen kam.

Die Meiji-Regierung nutzte die Wiener Weltausstellung 1873, um Japan als modernen Staat und Land des Kunsthandwerks zu zeigen. Im Prater präsentierte sie Keramik, Lack, Bronzen und Textilien; Weltausstellungen in Philadelphia, Paris und Chicago folgten. Als 1876 das Verbot des Schwerttragens den Metallkünstlern ihren Markt nahm, wandten sich viele dem Export zu: Satsuma-Keramik, Cloisonné der Namikawas, Tauschierarbeiten der Komai-Werkstatt. Auf dem Gelände zwischen Praterstern, Hauptallee und Krieau stand damit Japans erster offizieller Beitrag zu einer Weltausstellung.

Meiji-Exportkunst ist zahlreich, ihre Qualität aber sehr unterschiedlich. Cloisonné der Namikawas, Komai-Tauschierungen und Bronzen von Hofkünstlern tragen Signaturen oder Werkstattmarken, Satsuma-Ware oft eine goldene Unterseitenmarke. Feinheit der Emailstege, Dichte der Goldmalerei und Gewicht trennen Spitzenarbeiten von Massenware der späteren Jahrzehnte. Für Elfenbeinschnitzereien, sogenannte Okimono, gelten seit 19. Jänner 2022 die Beschränkungen der VO (EU) 2021/2280; ohne Nachweis einer Ausnahme kaufen wir sie nicht an.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.