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Rotes Wien im 2. Bezirk, 1020 Wien

Rotes Wien in der Leopoldstadt: Lassallehof und Praterstadion

Der Lassallehof an der Reichsbrücke und das 1931 eröffnete Praterstadion verbinden in der Leopoldstadt Wohnbau und Arbeitersport der Zwischenkriegszeit.

Der Lassallehof steht an der Reichsbrücke, am Ende der Lassallestraße, die vom Praterstern zur Donau führt. Sein Name erinnert an Ferdinand Lassalle, den Gründer des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. An die Lassallestraße grenzt das Stuwerviertel mit Zinshäusern der Gründerzeit. In dieselben Jahre fällt Otto Ernst Schweizers Praterstadion, eröffnet 1931 für die Arbeiter-Olympiade. Gemeindebau und Arbeitersport gehörten im Programm des Roten Wien zusammen, und in der Leopoldstadt sind beide bis heute sichtbar.

Die Leopoldstadt liefert zu dieser Epoche Material, das anderswo fehlt: Programme, Plaketten und Ansichtskarten der Arbeiter-Olympiade und des Stadions, Fotos der Donauufer-Bauten, Fahnen und Abzeichen von Sportvereinen. Drucksachen der Zwischenkriegszeit sind oft auf holzhaltigem Papier gedruckt und brüchig; bitte nicht kleben oder rahmen, bevor wir sie gesehen haben. Aus Altmieterwohnungen kommen außerdem Thonet-Sessel, Fotoalben und Korrespondenz, die wir als Konvolut übernehmen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.