Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
Zeichnungen alter Meister
Handzeichnungen in Feder, Kreide und Rötel von der Renaissance bis zum Spätbarock.
Altmeisterzeichnungen dienten als Vorstudien für Gemälde, Fresken und Druckgrafik oder als eigenständige Blätter für Sammler. Wolf Huber und Albrecht Altdorfer zeichneten um 1520 Landschaften der Donauschule in Feder und Pinsel, Giovanni Battista Tiepolo virtuose Figuren- und Deckenstudien. Österreichische Barockmaler wie Paul Troger, Franz Anton Maulbertsch und Martin Johann Schmidt hinterließen Entwurfszeichnungen in Feder, laviert oder mit Weiß gehöht, oft auf blauem oder grauem Papier. Studienblätter von Akademieschülern des 18. Jahrhunderts nach Gipsabgüssen und Modellen sind ebenfalls häufig.
Die Zuschreibung von Altmeisterzeichnungen ist anspruchsvoll und stützt sich auf Strichführung, Papier, Wasserzeichen und Sammlerstempel. Viele Blätter tragen Stempel früherer Sammlungen, die im Verzeichnis von Frits Lugt erfasst sind und die Provenienz belegen. Kopien und Schülerarbeiten sind häufig und haben eigenen, geringeren Wert. Lichtschäden, Tintenfraß bei Eisengallustinte und Stockflecken sind typische Mängel. Montierungen auf alten Sammlerkartons sollten erhalten bleiben, da sie Teil der Geschichte sind.
Woran man es erkennt
- Sammlerstempel nach Lugt
- Getöntes Papier und Weißhöhung
- Tintenfraß bei Eisengallustinte
- Alte Sammlerkartons erhalten
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