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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 5. Bezirk, 1050 Wien

Tribal Art in Margareten: Reiseandenken oder altes Stück

Holzmasken vom Flohmarkt, Makonde-Figuren aus den 1970er-Jahren, gelegentlich ein altes Stück aus Familienbesitz: In Margareten sagen wir Ihnen ehrlich, was Sie haben.

In den Gemeindebauten am Margaretengürtel und den Gründerzeitwohnungen um Reinprechtsdorfer Straße und Siebenbrunnenplatz stehen außereuropäische Dinge meist als Reiseandenken: Makonde-Figuren aus Ostafrika, Tingatinga-Bilder aus Tansania, Holzmasken und Trommeln, mitgebracht von Urlauben ab den 1970er-Jahren oder erstanden am Flohmarkt. Daneben gibt es Einzelstücke mit längerer Geschichte, etwa Holzfiguren oder Schmuck aus Westafrika, die mitunter Seeleute, Monteure oder Missionare in die Familie brachten. Viele Mieter wohnen seit Jahrzehnten am selben Ort, und so bleibt auch das Mitbringsel an seinem Platz.

Am Samstagsflohmarkt neben dem Naschmarkt, gleich hinter der Bezirksgrenze, werden afrikanische Masken seit Jahrzehnten angeboten – viele davon für den Verkauf geschnitzt. Das ist keine Abwertung: Die Tingatinga-Malerei, die Edward Saidi Tingatinga Ende der 1960er-Jahre in Dar es Salaam begründete, und die Makonde-Schnitzerei mit ihren Shetani-Geisterfiguren sind eigene Kunstformen des 20. Jahrhunderts mit Sammlern und Marktwert. Margareten selbst hat keine Sammlungsgeschichte für Stammeskunst; die Brücke bilden Reisen und Handel.

Makonde-Figuren aus Grenadill- oder Ebenholz sind schwer und dicht, nachgeschwärztes Weichholz ist leicht; Tingatinga-Bilder tragen meist eine Signatur und Lackfarben auf Hartfaserplatte oder Leinwand. Fotografieren Sie Stücke von allen Seiten und die Unterseite. Die Besichtigung ist kostenlos, Kellerabteile im Gemeindebau sehen wir mit an. Was nur Dekor ist, sagen wir offen; was Sammlerwert hat, bewerten wir einzeln.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Makonde-Skulpturen und Tingatinga-Malerei – Reiseandenken aus Ostafrika in Gemeindebau- und Altbauwohnungen
  • Holzmasken und Trommeln – Flohmarktkäufe und Urlaubsmitbringsel ab den 1970er-Jahren
  • Westafrikanischer Schmuck und Holzfiguren – Einzelstücke mit Familiengeschichte

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.