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Klassische Moderne im 5. Bezirk, 1050 Wien

Klassische Moderne in Margareten: Bilder aus Zinshaus und Gemeindebau

Zwischen Reumannhof und Rüdigerhof stammen Werke der Moderne meist aus Haushalten mit jahrzehntelanger Wohndauer: kleine Formate, viele Arbeiten auf Papier.

Gründerzeithäuser mit ursprünglich Zimmer-Küche-Wohnungen und die Gemeindebauten am Margaretengürtel bestimmen, was hier an Kunst der Moderne auftaucht: selten große Ölbilder, häufiger Aquarelle, Zeichnungen, kleinformatige Landschaften und Bildnisse, die in kleineren Wohnräumen Platz fanden. Viele Mieter in Matzleinsdorf, Reinprechtsdorf und um den Margaretenplatz wohnen seit Jahrzehnten am selben Ort. Ihr Hausrat ist gewachsen, und zwischen Kredenzen der Fünfzigerjahre hängt mitunter ein signiertes Blatt aus der Zeit vor 1938.

Margareten hat eine eigene Bildtradition aus dem Roten Wien. Im Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, das auf Otto Neurath zurückgeht, entwarf Gerd Arntz ab 1929 die Bildzeichen der Wiener Methode der Bildstatistik. Die Gemeindebauten der 1920er-Jahre, vom Metzleinstaler Hof bis zum Franz-Domes-Hof von Peter Behrens, sind Zeitgenossen der Neuen Sachlichkeit. Arbeitermotive, Großstadtbilder und sachliche Bildnisse dieser Strömung passen deshalb zu Margaretner Beständen, ebenso Druckgrafik aus dem Umfeld der Volksbildung.

In den Gemeindebauten am Gürtel gehören Kellerabteile zur Wohnung, dort lagern oft gerahmte Bilder in Kartons. Fotografieren Sie diese bitte ausgepackt und samt Rückseite, bevor wir kommen. Die Besichtigung ist kostenlos; wir prüfen vor Ort, ob ein Blatt Originalzeichnung, Druckgrafik oder Reproduktion ist, denn gerahmte Klimt- und Schiele-Drucke sind in Wiener Wohnungen weit verbreitet. Originale kaufen wir zu einem festen Preis, den Sie bar oder als Überweisung bekommen.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Aquarelle und Zeichnungen der Zwischenkriegszeit in kleinen Formaten – Wohnzimmer von Altmietern in Gründerzeithäusern
  • Arbeiter- und Großstadtmotive der Neuen Sachlichkeit – Zeitgenossenschaft mit den Gemeindebauten am Margaretengürtel
  • Gerahmte Blätter aus Kellerabteilen – Lagerung in Gemeindebauten; Original oder Druck wird vor Ort geprüft

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Ich habe eine Zeichnung, die Schiele zugeschrieben wird – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos von Vorder- und Rückseite, Signatur und Papier geprüft. Erscheint eine Zuschreibung möglich, wird das Blatt mit dem Werkverzeichnis des Kallir Research Institute verglichen, das für Schiele maßgeblich ist. Ohne dessen Bestätigung ist ein Verkauf im internationalen Markt kaum möglich.

Was ist ein Nachlassstempel?

Nach dem Tod mancher Künstler kennzeichneten Erben oder Nachlassverwalter Arbeiten aus dem Atelier mit einem Stempel. Er belegt die Herkunft aus dem Nachlass, ersetzt aber keine Prüfung der Zuschreibung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.