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Ikonen & sakrale Kunst im 5. Bezirk, 1050 Wien

Andachtsbilder und sakrale Kunst aus Margareten

St. Josef zu Margareten, der Herrgottswinkel im Gemeindebau und die 1938 zerstörte Synagoge in der Siebenbrunnengasse: Sakrales in Margareten ist meist Hausandacht.

Sakrale Kunst in Margaretner Haushalten ist meist Hausandacht: das Kruzifix über der Tür, ein Weihwasserkesselchen aus Porzellan, Wallfahrtsandenken aus Mariazell, Rosenkränze und Kommunionbilder in der Kredenzlade. In Gemeindebauwohnungen am Margaretengürtel und in den Zinshäusern um die Reinprechtsdorfer Straße hat sich das über Jahrzehnte gesammelt, weil Mieterinnen und Mieter lange an derselben Adresse lebten. Hin und wieder ist eine ältere Hinterglasikone oder eine gefasste Holzfigur darunter.

Der Bezirksname geht auf einen Gutshof mit Kapelle der heiligen Margareta zurück, aus dem das Schloss Margareten hervorging; Reste davon stehen im Schlossquadrat am Margaretenplatz. St. Josef zu Margareten, die Pfarrkirche, ist ein Bau des 18. Jahrhunderts. In der Siebenbrunnengasse stand ab 1907/08 eine Synagoge, die im November 1938 zerstört wurde. Samstags bieten Händler am Naschmarkt-Flohmarkt, gleich an der Bezirksgrenze, Andachtsbilder und Devotionalien an, deren Herkunft selten dokumentiert ist.

Hinterglasbilder und gefasste Figuren bitte nicht reinigen; lose Farbschollen und Staub gehören zum Befund, den wir bei der kostenlosen Besichtigung aufnehmen. Fotografieren Sie Rückseiten, Sockel und Signaturen. Einfache Devotionalien haben meist geringen Handelswert, Konvolute mit älteren Stücken sind dagegen oft interessant. Judaica aus Margaretner Familien der Zeit vor 1938 prüfen wir auf ihre Herkunft.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Kruzifixe, Weihwasserkessel und Rosenkränze – Hausandacht in Gemeindebau- und Altbauwohnungen
  • Wallfahrtsandenken und Medaillen aus Mariazell und anderen Gnadenorten – über Jahrzehnte gesammelt
  • Hinterglasbilder und gefasste Holzfiguren – Einzelstücke in Altmieterhaushalten

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.