Lampengeblasene Glasfiguren
Feine Figuren und Gläser vor der Lampe geblasen, vor allem aus der Wiener WerkstätteBimini von Fritz Lampl.
Bei der Lampenarbeit wird Glas aus Röhren und Stäben über einer Flamme erhitzt und geblasen oder geformt. Fritz Lampl gründete 1923 in Wien die Werkstätte Bimini, die bis 1938 bestand und feine Figuren aus Klarglas und farbigem Glas schuf: Tänzerinnen, Akte, Musiker, Reiter, Tiere, Fische und Vögel, dazu Gläser mit figürlichen Stielen und Likörgarnituren. Bimini-Figuren sind zart, oft nur wenige Zentimeter groß, und mit hauchdünnen Gliedern gearbeitet. Lampl emigrierte 1938 nach London und arbeitete dort unter dem Namen Orplid weiter.
Bimini-Figuren sind gesucht, besonders Tänzerinnen, Akte und seltene Gruppen. Bewertet werden Motiv, Feinheit der Ausführung, Vollständigkeit und Zustand. Abgebrochene Finger, Füße, Instrumente oder Flossen sind häufig und mindern deutlich, Reparaturen mit Kleber fallen unter UV-Licht auf. Bimini-Figuren sind meist ungemarkt und werden nach Stil und Technik zugeordnet. Spätere Lampenarbeiten aus Lauscha und Venedig sind gröber gearbeitet. Wegen ihrer Zerbrechlichkeit werden die Figuren einzeln verpackt transportiert.
Woran man es erkennt
- Werkstätte Bimini 1923 bis 1938
- Tänzerinnen und Akte
- Abgebrochene Glieder
- Spätere Lampenarbeiten
Hersteller
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