Milchglas ist undurchsichtiges oder durchscheinendes weißes Glas, das durch Zusätze wie Knochenasche oder Zinnoxid getrübt wird. Im 18. Jahrhundert entstanden in Böhmen und Thüringen Milchglasbecher, Flaschen und Teekannen mit Emailmalerei, die Porzellan imitierten. Im 19. Jahrhundert wurde in Frankreich die Opaline beliebt, ein durchscheinendes Glas in Weiß, Rosa, Blau und Grün mit Vergoldung und Malerei. Daneben stehen Biedermeiervasen aus Alabasterglas, Dosen und Toilettegarnituren aus Milchglas sowie Leuchten und Lampenschirme. Im Gegenlicht zeigt Opaline oft einen rötlichen Schimmer.
Bei der Bewertung zählen Alter, Glasart, Malerei, Vergoldung, Form und Zustand. Bemalte Milchgläser des 18. Jahrhunderts und französische Opaline mit feiner Vergoldung sind gesucht, gepresstes Milchglas des 20. Jahrhunderts ist häufig. Abgeriebene Malerei und Vergoldung, Chips und Sprünge mindern. Die Glasmasse und der Schimmer im Gegenlicht helfen bei der Unterscheidung von Porzellan und späterem Pressglas. Montierungen aus Bronze oder Messing werden mitbewertet. Toilettegarnituren sind vollständig gefragter als einzeln.
Woran man es erkennt
- Porzellanimitation
- Französische Opaline
- Rötlicher Schimmer im Gegenlicht
- Bronzemontierungen
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