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Glas & Kristall

Barocke Schnittgläser

Gravierte und geschnittene Gläser aus Böhmen und Schlesien vom späten 17. bis zum späten 18. Jahrhundert.

Um 1600 führte Caspar Lehmann in Prag den Glasschnitt mit dem rotierenden Rad ein, der im Barock zur Hochblüte kam. Böhmische und schlesische Hütten entwickelten ein klares, widerstandsfähiges Kreideglas, das sich für tiefe Gravuren eignete. Auf Pokalen, Bechern und Flaschen erscheinen Wappen, Jagdszenen, Allegorien, Landschaften, Laub- und Bandelwerk, beim Hochschnitt plastisch erhaben, beim Tiefschnitt in die Wand eingegraben. Schlesische Pokale aus Hirschberg und Warmbrunn sind für ihren reichen Hochschnitt bekannt. Viele Gläser entstanden als Geschenke für Adel und Bürgertum.

Barocke Schnittgläser in gutem Zustand sind selten und gesucht. Bewertet werden Alter, Region, Qualität des Schnitts, Darstellung, Glasmasse und Erhaltung. Wappen und Inschriften ermöglichen manchmal die Zuordnung zu Familien und Anlässen. Chips am Rand und am Fuß, Sprünge und Glaskrankheit, eine Zersetzung der Glasoberfläche, mindern. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden Kopien barocker Gläser, deren Schnitt glatter und schematischer wirkt. Eine Prüfung im Original ist bei diesen Gläsern unverzichtbar.

Woran man es erkennt

  • Rad-Gravur
  • Hoch- und Tiefschnitt
  • Schlesische Pokale
  • Glaskrankheit

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.