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Material: Glas

Hyalith

Undurchsichtiges schwarzes oder siegellackrotes Glas aus den südböhmischen Hütten des Grafen Buquoy, um 1820 entwickelt.

Hyalith ist ein tiefschwarzes oder siegellackrotes, vollständig undurchsichtiges Glas. Georg Franz August Graf Buquoy ließ es um 1820 auf seinen Glashütten in Südböhmen entwickeln, um Basalt und Lackarbeiten nachzuahmen. Typisch sind Becher, Teekannen, Vasen und Flakons mit Dekoren in Gold und Silber, häufig Chinoiserien, Ranken und Bänder. Weitere böhmische Raffinerien veredelten Hyalith ebenfalls. Die Gläser gehören zu den auffälligsten Erzeugnissen des Biedermeier und waren als Luxusware gedacht.

Hyalith ist auch im Gegenlicht völlig undurchsichtig, die Oberfläche glänzt wie polierter Stein oder Lack. Die Golddekore sind aufgebrannt und zeigen an Rändern und Henkeln Abrieb. Am Boden findet sich ein ausgeschliffener Abriss. Schwarz lackiertes Glas wirkt ähnlich, zeigt aber an Kratzern farbloses Glas. Gewicht und Klang entsprechen gewöhnlichem Glas. Unter der Lupe zeigen gute Golddekore feine, sichere Linien. Rotes Hyalith wirkt wie Siegellack.

Hyalith mit gut erhaltener Vergoldung ist gesucht; abgeriebene Dekore und Sprünge mindern den Wert stark. Zuschreibungen an die Buquoy-Hütten stützen sich auf Form und Dekor, da Marken fehlen. Schwarzglas späterer Zeit, etwa als Pressglas, ist weit verbreitet und deutlich weniger gesucht.

So prüfen Sie es

  • völlig undurchsichtig schwarz oder rot
  • aufgebrannte Gold- und Silberdekore
  • Chinoiserien und Ranken
  • ausgeschliffener Abriss
  • kein farbloses Glas an Kratzern

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.