Pressglasgeschirr
In Formen gepresstes Glas des 19. und 20. Jahrhunderts: Schalen, Butterdosen, Teller und Vasen.
Beim Pressglas wird flüssiges Glas in eine Metallform gegossen und mit einem Stempel gepresst. Das Verfahren kam in den 1820er-Jahren in den USA auf und wurde bald auch in Europa für günstiges Gebrauchsglas eingesetzt. In Böhmen, Deutschland und Österreich entstanden Schalen, Teller, Butterdosen, Zuckerdosen, Krüge und Vasen, oft mit Mustern, die geschliffenes Kristall imitieren. Im Art déco wurden Pressgläser mit Figuren und geometrischen Formen gestaltet, auch in farbigem Glas, Milchglas und Uranglas. Viele Wiener Haushalte besitzen größere Mengen davon.
Pressglas ist meist häufig und wird vor allem in größeren Mengen bewertet. Höher stehen frühes Pressglas des 19. Jahrhunderts, farbige Stücke, Uranglas und figürliches Art-déco-Pressglas. Bewertet werden Alter, Farbe, Muster, Form und Zustand. Chips und Kratzer mindern. Pressglas ist an Formnähten, gerundeten Kanten und einem matten Glanz der Oberfläche von geschliffenem Glas zu unterscheiden. Größere Bestände aus Küchen und Kredenzen werden gemeinsam angesehen. Einzelstücke werden nach Seltenheit eingestuft.
Woran man es erkennt
- Formnähte
- Imitation von Schliff
- Art-déco-Pressglas
- Größere Bestände
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