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Künstler: Fotografie

Hans Watzek

Fotograf, Zeichenlehrer, 1848–1903, Bilin (Böhmen) – Wien

Mitglied des „Wiener Kleeblatts“ mit Heinrich Kühn und Hugo Henneberg; Landschaften im Gummidruck, auch zweifarbig.

Hans Watzek stammte aus Bilin in Böhmen und arbeitete in Wien als Zeichenlehrer, bevor er sich der künstlerischen Fotografie zuwandte. Er gehörte dem Wiener Camera-Club an und bildete mit Heinrich Kühn und Hugo Henneberg ab 1897 das Trifolium, auch „Wiener Kleeblatt“ genannt, das seine Bilder mit einem stilisierten Kleeblatt und den Initialen bezeichnete. 1902 stellte die Gruppe in der Wiener Secession aus. Watzek starb 1903 in Wien; mit seinem Tod endete die Gemeinschaft.

Watzek arbeitete vor allem im Gummidruck, einem Edeldruckverfahren mit Gummiarabikum, Pigment und Chromsalz, das malerische Wirkungen erlaubt. Er entwickelte einen zweifarbigen Gummidruck, auf dem Henneberg 1902 seinen dreifarbigen Kombinationsdruck aufbaute. Seine Motive sind Landschaften, Bäume, Segelboote und Stillleben in großen Formaten mit flächiger Tonwirkung, die an Grafik und Malerei der Secession erinnern. Das Verfahren erlaubte, Partien eines Bildes beim Entwickeln durch Abwaschen gezielt aufzuhellen.

Gummidrucke sind Unikate oder kleine Serien, da jeder Abzug von Hand gearbeitet wurde; sie sind von späteren Reproduktionen in Büchern leicht zu unterscheiden. Typisch sind matte Oberflächen, sichtbare Pinselspuren in der Schicht und oft eine Montierung auf farbigem Karton. Ein Kleeblatt-Zeichen mit Initialen stützt die Zuordnung zur Gruppe. Lichtschutz ist wichtig, da die Pigmente empfindlich sind.

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