Material: Fotografie
Ambrotypie
Kollodium-Negativ auf Glas, das vor dunklem Grund als Positiv erscheint, in den 1850er- und 1860er-Jahren eine preiswerte Porträtform.
Die Ambrotypie ist eine unterbelichtete Kollodium-Nassplatte auf Glas. Vor einem schwarzen Hintergrund aus Lack, Papier oder Samt erscheint das Negativ als Positiv. Das Verfahren beruhte auf dem 1851 von Frederick Scott Archer veröffentlichten nassen Kollodiumverfahren und wurde in den 1850er- und 1860er-Jahren für preiswerte Porträts genutzt. Wie die Daguerreotypie ist jede Ambrotypie ein Unikat und wurde in Etuis oder Rahmen montiert. Die Ferrotypie verwendete dasselbe Prinzip auf schwarz lackiertem Eisenblech.
Ambrotypien spiegeln nicht und sind aus jedem Blickwinkel als Positiv sichtbar. Hinter der Glasplatte liegt ein schwarzer Lack, Stoff oder Papier, der sich ablösen kann; dann erscheint das Bild stellenweise durchsichtig. Die Bildschicht liegt auf einer Glasseite und kann Risse zeigen. Ferrotypien sind auf dünnem Eisenblech, das ein Magnet anzieht, und oft an den Ecken verbogen. Etuis gleichen denen der Daguerreotypie. Kolorierte Wangen und vergoldeter Schmuck wurden häufig von Hand hinzugefügt.
Ambrotypien und Ferrotypien sind häufiger als Daguerreotypien und werden nach Motiv, Zustand und Präsentation bewertet. Seltene Motive wie Berufsdarstellungen, Soldaten oder Außenaufnahmen sind gesucht. Abgelöster Lack, Kratzer und Glasbruch mindern den Wert. Ein neuer schwarzer Hintergrund lässt sich ohne Eingriff in die Bildschicht ergänzen.
So prüfen Sie es
- keine Spiegelung
- schwarzer Hintergrund hinter Glas
- Etui oder Rahmen
- Magnetzug bei Ferrotypie
- von Hand kolorierte Details
Ambrotypie verkaufen: in allen 23 Bezirken
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