Material: Malerei & Grafik
Heliogravüre
Fotomechanischer Tiefdruck, 1879 von Karl Klíč in Wien entwickelt, für Kunstreproduktionen und Fotografie mit samtigen Tonwerten.
Die Heliogravüre, auch Fotogravüre, überträgt eine fotografische Vorlage auf eine Kupferplatte, die geätzt und im Tiefdruck gedruckt wird. Der Maler Karl Klíč entwickelte das Verfahren 1879 in Wien. Mit Aquatintakorn oder später einem Raster entstanden feinste Halbtöne. Heliogravüren dienten für Kunstreproduktionen in Mappenwerken, Buchillustrationen und künstlerische Fotografie; Alfred Stieglitz veröffentlichte in der Zeitschrift Camera Work zahlreiche Fotogravüren. Auch Wiener Verlage druckten Mappen mit Gemäldereproduktionen in dieser Technik.
Heliogravüren zeigen samtige Tonwerte mit unregelmäßigem Korn unter der Lupe, ähnlich der Aquatinta. Ein Plattenrand ist meist vorhanden, die Farbe liegt leicht erhaben. Am Unterrand stehen oft gedruckte Hinweise auf Künstler, Verlag und Druckerei. Signaturen sind meist mitgedruckt. Von einer Radierung unterscheidet sich die Heliogravüre durch das Fehlen geätzter Linien. Offsetreproduktionen zeigen regelmäßige Raster. Kupferdruckpapier mit breitem Rand ist typisch für Mappenwerke.
Heliogravüren nach Gemälden haben meist dekorativen Wert. Fotogravüren bedeutender Fotografen, etwa aus Camera Work, und Mappenwerke in vollständigem Zustand werden gesammelt. Heliogravüren werden häufig für Radierungen gehalten; die Lupe zeigt den Unterschied. Stockflecken und Lichtschäden sind bei gerahmten Blättern häufig.
So prüfen Sie es
- samtige Tonwerte mit Korn
- Plattenrand
- gedruckte Signatur und Verlagsangabe
- keine geätzten Linien
- breitrandiges Kupferdruckpapier
Heliogravüre verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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