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Material: Fotografie

Daguerreotypie

Erstes praktikables fotografisches Verfahren von 1839, ein Unikat auf versilberter Kupferplatte mit spiegelnder Oberfläche.

Louis Daguerre stellte sein Verfahren 1839 in Paris vor: Eine versilberte, polierte Kupferplatte wurde mit Joddampf lichtempfindlich gemacht, in der Kamera belichtet und mit Quecksilberdampf entwickelt. Jede Daguerreotypie ist ein Unikat ohne Negativ. In Wien entwickelte Joseph Petzval 1840 ein lichtstarkes Porträtobjektiv, Voigtländer baute 1841 eine Ganzmetallkamera, was die Belichtungszeiten für Porträts erheblich verkürzte. Daguerreotypien wurden unter Glas in Etuis oder Rahmen montiert und bis in die 1850er-Jahre angefertigt.

Eine Daguerreotypie spiegelt wie ein Spiegel; je nach Blickwinkel erscheint das Bild positiv oder negativ. Die Platte liegt meist unter Glas in einem Etui aus Leder oder Kunststoff mit Messingrahmen. Am Rand zeigen sich oft bläuliche oder regenbogenfarbene Anlaufringe. Die Bildschicht ist extrem empfindlich und darf nie berührt oder gereinigt werden. Ambrotypien spiegeln nicht, Ferrotypien auf Eisenblech reagieren auf einen Magneten. Gelegentlich tragen Platten am Rand Stempel des Plattenherstellers.

Daguerreotypien sind gesucht, besonders Porträts bekannter Personen, Außenaufnahmen, Stadtansichten und gut erhaltene Stücke mit Ateliervermerk. Zerkratzte, gereinigte oder stark angelaufene Platten mindern den Wert. Etuis aus der Zeit erhöhen das Interesse. Fotorestauratoren können konservieren, ein Reinigen durch Laien zerstört das Bild.

So prüfen Sie es

  • spiegelnde Silberoberfläche
  • Bild wechselt zwischen Positiv und Negativ
  • Etui mit Messingrahmen
  • bläuliche Anlaufringe
  • kein Magnetzug

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.