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Künstler: Fotografie

Rudolf Koppitz

Fotograf, Lehrer, 1884–1936, Schreiberseifen (Schlesien) – Perchtoldsdorf

Lehrer an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt; seine „Bewegungsstudie“ (1925) gilt als Ikone der österreichischen Fotografie.

Rudolf Koppitz begann 1897 eine Fotografenlehre beim Atelierfotografen Robert Rotter in Freudenthal in Österreichisch-Schlesien. In Wien besuchte er die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt, an der er ab 1913 als Assistent und nach dem Ersten Weltkrieg als Lehrer arbeitete; Anton Josef Trčka und Trude Fleischmann waren Mitschüler. Im Krieg diente er als Fotograf. Koppitz starb 1936 im Alter von 52 Jahren in Perchtoldsdorf.

Seine bekannteste Aufnahme ist die „Bewegungsstudie“ von 1925 mit Tänzerinnen der Gruppe von Claudia Issatschenko: drei dunkel gekleidete Frauen hinter einer nackten Tänzerin, die sich zurückbeugt. In den 1920er Jahren waren Aktstudien sein Hauptgebiet, daneben Porträts, Landschaften, Architektur und Aufnahmen aus dem bäuerlichen Leben. Seine Abzüge fertigte er häufig in Edeldruckverfahren mit großer Tonwertfeinheit. Koppitz stellte auch international in Salons der Kunstfotografie aus.

Koppitz-Abzüge der 1920er Jahre sind häufig signiert und auf Karton montiert; Edeldrucke in Bromöl oder Pigment sind Unikate. Die „Bewegungsstudie“ wurde vielfach reproduziert, auch als Poster und Postkarte; zeitgenössische Abzüge sind sehr selten. Papier, Oberfläche und Signatur entscheiden. Spätere Abzüge von Originalnegativen sind als solche auszuweisen; Ausstellungsetiketten auf der Rückseite helfen bei der Datierung.

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