Manufaktur: Porzellan
Fürstenberg
Fürstenberg an der Weser, seit 1747
Herzoglich braunschweigische Manufaktur im Schloss Fürstenberg an der Weser, 1747 gegründet; Marke ist ein blaues F.
Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel gründete 1747 im Schloss Fürstenberg über der Weser eine Porzellanmanufaktur; nach Jahren vergeblicher Versuche gelang dort 1753 der erste brauchbare Brand. Sie zählt zu den ältesten heute noch tätigen Porzellanmanufakturen Deutschlands. Im Schloss befindet sich ein Museum, das die Geschichte der Manufaktur zeigt. Gefertigt wird weiterhin am Ort. Die Weser diente als Transportweg für Rohstoffe und Ware.
Im 18. Jahrhundert entstanden Rokokogeschirr mit Reliefmustern, Landschafts- und Vogelmalerei sowie Figuren, für die Simon Feilner als Modelleur arbeitete. Der Klassizismus brachte Biskuitbüsten berühmter Persönlichkeiten und Vasen nach antiken Vorbildern. Im 20. Jahrhundert ergänzten Service im Stil der Moderne das Programm, später auch Arbeiten zeitgenössischer Designer. Tassen mit Porträts, Ansichten und Landschaften nach Kupferstichen gehören zu den häufigen Stücken des späten 18. Jahrhunderts.
Die Marke ist ein schreibschriftliches F in Unterglasurblau, über die Jahrhunderte in unterschiedlicher Gestalt, im 20. Jahrhundert oft mit Krone oder Schriftzug. Biskuitbüsten tragen meist ein eingeprägtes Pferd aus dem Wappen Niedersachsens. Neuausformungen historischer Modelle sind über Masse, Glasur und Markenform von Originalen des 18. Jahrhunderts zu unterscheiden. Frühe Stücke zeigen oft eine leicht graue oder gelbliche Masse mit Unreinheiten in der Glasur; Malerzeichen sind selten.
Entwerfer & Personen
- Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel
- Simon Feilner
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Sparten
Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
- Meissenseit 1710
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