Manufaktur: Porzellan
Bing & Grøndahl
Kopenhagen, 1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
Kopenhagener Porzellanfabrik, 1853 gegründet; erster Weihnachtsteller 1895, Reiherservice von Pietro Krohn, Figuren und Unterglasurporzellan.
Der Modelleur Frederik Vilhelm Grøndahl, der zuvor in der königlichen Manufaktur gearbeitet hatte, gründete 1853 mit den Kaufleuten Meyer Herman und Jacob Herman Bing eine Porzellanfabrik in Kopenhagen. Sie wurde zum wichtigsten Konkurrenten von Royal Copenhagen und stellte mit großem Erfolg auf Weltausstellungen aus. 1987 vereinigten sich beide Unternehmen; die Marke Bing & Grøndahl wurde danach nicht mehr eigenständig geführt.
1895 brachte die Fabrik den ersten Weihnachtsteller der Porzellangeschichte heraus und setzte die Reihe jährlich fort. Der Maler Pietro Krohn entwarf 1888 das Reiherservice mit Vögeln und Schilf. J. F. Willumsen prägte um 1900 als künstlerischer Leiter Vasen und Gefäße im Jugendstil. Figuren von Kindern, Tieren und Alltagsszenen in zarter Unterglasurmalerei bilden einen großen Teil der heute angebotenen Stücke. Viele Figuren blieben über Jahrzehnte im Programm.
Die Marke zeigt drei Türme aus dem Kopenhagener Stadtwappen mit den Buchstaben „B&G“, ab dem 20. Jahrhundert mit „Kjøbenhavn“ oder „Denmark“ und Modellnummern. Die Form der Marke änderte sich mehrfach und erlaubt eine grobe Datierung. Weihnachtsteller tragen die Jahreszahl. Nach der Fusion wurden viele B&G-Modelle unter der Marke Royal Copenhagen weitergeführt und sind an dieser zu erkennen. Modellnummern auf dem Boden helfen beim Abgleich mit Verkaufskatalogen der Fabrik.
Entwerfer & Personen
- Frederik Vilhelm Grøndahl
- Meyer Herman Bing
- Jacob Herman Bing
- Pietro Krohn
- J. F. Willumsen
Bing & Grøndahl verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Sparten
Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
- Meissenseit 1710
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