Manufaktur: Porzellan
Gebrüder Heubach
Lichte (Thüringen), seit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
Thüringer Porzellanfabrik in Lichte; Biskuitfiguren von Kindern, sogenannte Piano Babies, Puppenköpfe und Tierfiguren.
Die Brüder Christoph und Philipp Heubach übernahmen 1840 eine Porzellanfabrik in Lichte im Thüringer Wald und führten sie als Gebrüder Heubach weiter. Das Unternehmen wurde zu einem bedeutenden Produzenten von Zierporzellan, Figuren und Puppenteilen, die in großen Mengen nach England und Amerika exportiert wurden. Der Betrieb bestand bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Nicht zu verwechseln ist er mit der Firma Ernst Heubach in Köppelsdorf, die ebenfalls Puppenköpfe herstellte.
Bekannt sind Figuren aus unglasiertem, bemaltem Biskuitporzellan: Kinder beim Spielen, Baden oder Kriechen, die in England und Amerika als Piano Babies auf Klaviere gestellt wurden, dazu Kinderköpfe als Wandschmuck, Tierfiguren und Kinder mit Hunden und Gänsen. Ab etwa 1910 fertigte die Fabrik Charakterpuppenköpfe mit lebensnahen Gesichtern, gemalten Augen und modelliertem Haar. Daneben entstanden Vasen und Zierporzellan. Viele Figuren wurden in mehreren Größen gefertigt.
Die Marken zeigen eine aufgehende Sonne mit Strahlen oder ein Quadrat mit dem Schriftzug „Heubach“, häufig eingeprägt, dazu Modellnummern. Puppenköpfe tragen die Marke im Nacken. Ernst Heubach aus Köppelsdorf verwendete ein Hufeisen als Zeichen, was die Unterscheidung erleichtert. Bei Biskuitfiguren sind Farbabrieb an Haaren und Wangen sowie bestoßene Finger und Zehen die häufigsten Mängel. Puppenköpfe werden nach Modellnummer, Augen, Zustand und Originalperücke beurteilt.
Entwerfer & Personen
- Christoph Heubach
- Philipp Heubach
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Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
- Meissenseit 1710
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