Manufaktur: Porzellan
KPM Berlin
Berlin, seit 1763
Von Friedrich II. 1763 übernommene Berliner Manufaktur; Zeptermarke, Service Kurland und Urbino, bemalte Porzellanplatten des 19. Jahrhunderts.
Friedrich II. kaufte 1763 die Porzellanfabrik des Kaufmanns Johann Ernst Gotzkowsky und machte sie zur Königlichen Porzellan-Manufaktur. Der König selbst bestellte zahlreiche Service für seine Schlösser. Im 19. Jahrhundert wurde die Manufaktur für Bildmalerei und Prunkvasen bekannt, im 20. Jahrhundert für Gebrauchsformen der Moderne. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie die Fertigung in Berlin-Tiergarten wieder auf und ist seit 2006 im Privatbesitz.
Zu den bekanntesten Formen gehören das Service Neuzierat aus der Zeit Friedrichs II., das klassizistische Kurland-Service (1790) und das Service Urbino, das Trude Petri 1931 entwarf. Im 19. Jahrhundert entstanden Veduten- und Ansichtenvasen sowie bemalte Porzellanplatten mit Kopien nach Gemälden, die in Rahmen als Bilder verkauft wurden. Figuren, Tafelaufsätze und Tierplastiken ergänzen das Programm. Zu den Malern gehörten Spezialisten für Blumen, Veduten und Porträts, die ihre Arbeiten oft signierten. Prunkvasen gingen als Staatsgeschenke an europäische Höfe.
Die Hauptmarke ist ein Zepter in Unterglasurblau, ab 1763 in verschiedenen Varianten. Im 19. Jahrhundert kommen Aufglasurmarken mit Reichsadler oder Reichsapfel und den Buchstaben „KPM“ hinzu. Porzellanplatten tragen das eingeprägte Zepter und „KPM“ auf der Rückseite. Die Buchstaben „KPM“ benutzten auch andere Firmen, etwa die Krister Porzellan-Manufaktur in Waldenburg; ohne Zepter handelt es sich nicht um Berliner Ware. Ein Schleifstrich durch das Zepter bedeutet zweite Wahl.
Entwerfer & Personen
- Friedrich II.
- Johann Ernst Gotzkowsky
- Trude Petri
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Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
- Meissenseit 1710
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