Manufaktur: Porzellan
Hutschenreuther
Hohenberg an der Eger und Selb (Oberfranken), seit 1814
Oberfränkische Porzellanfamilie: C. M. Hutschenreuther in Hohenberg seit 1814, Lorenz Hutschenreuther in Selb seit 1857.
Carl Magnus Hutschenreuther gründete 1814 in Hohenberg an der Eger eine Porzellanfabrik. Sein Sohn Lorenz Hutschenreuther eröffnete 1857 in Selb einen eigenen Betrieb. Beide Firmen bestanden getrennt nebeneinander, bis sie 1969 zur Hutschenreuther AG zusammengeführt wurden. Um 2000 kam die Marke zur Rosenthal-Gruppe. Die oberfränkischen Fabriken lieferten über Generationen Gebrauchs- und Hotelporzellan, Zierporzellan und Figuren. Hohenberg liegt unmittelbar an der Grenze zu Böhmen.
Neben Speise- und Kaffeeservice in zahlreichen Formen und Dekoren fertigte Hutschenreuther in einer Kunstabteilung ab dem frühen 20. Jahrhundert Figuren: Tänzerinnen, Akte, Kinder und vor allem Tiere, darunter Vögel nach Naturstudien. Wandteller, Jahresteller und Sammelteller kamen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hinzu. Viele Haushalte besitzen Service der Nachkriegszeit mit Gold- oder Blütendekor aus Selb oder Hohenberg. Dazu kamen Geschenkartikel wie Dosen, Vasen und Leuchter.
Hohenberger Marken nennen „C. M. Hutschenreuther“ mit Ort, häufig mit Krone; Selber Marken „LHS“ oder „Lorenz Hutschenreuther Selb“. Nach 1969 erscheint ein Löwe als gemeinsames Zeichen. Figuren der Kunstabteilung tragen zusätzlich die Künstlersignatur auf dem Sockel. Weil Marken mit geringen Abweichungen über Jahrzehnte verwendet wurden, ergibt erst der Vergleich mit Markenverzeichnissen eine genauere Datierung. Goldränder und Dekore sind bei Gebrauchsgeschirr häufig berieben.
Entwerfer & Personen
- Carl Magnus Hutschenreuther
- Lorenz Hutschenreuther
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Sparten
Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
- Meissenseit 1710
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