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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 14. Bezirk, 1140 Wien

Tribal Art aus Penzing: Villen, Jagdreisen, Wienerwaldrand

In Villen in Hütteldorf und Hadersdorf hängen neben Jagdtrophäen mitunter Speere, Schilde und Masken von Jagd- und Forschungsreisen. Für Tierprodukte gelten strenge Nachweispflichten.

Bei Verlassenschaften in Villen in Hütteldorf, Hadersdorf, Weidlingau und am Wolfersberg fallen oft ganze Einrichtungen samt Jagdzimmer an. Wer im 20. Jahrhundert zur Jagd nach Ost- oder Südafrika reiste, brachte neben Trophäen mitunter Speere, Schilde, Keulen, Hocker und Masken mit, die heute zwischen Geweihen an der Wand hängen. In den Breitenseer Zinshäusern und entlang der Linzer Straße finden sich eher Reiseandenken späterer Jahrzehnte: Makonde-Figuren, Trommeln, Holzschalen, Körbe aus Ostafrika.

Die Jagdkultur des Wienerwaldrandes und die Villen der Zeit um 1900 bilden in Penzing die Brücke zu dieser Sparte. Typische Mitbringsel aus Ostafrika sind bemalte Lederschilde der Massai und lange Speere mit Eisenspitze, aus dem südlichen Afrika Rinderhautschilde und Knaufkeulen der Zulu. Ein Teil solcher Stücke wurde schon um 1900 eigens für Reisende angefertigt, ein anderer war Gebrauchsgegenstand – der Unterschied entscheidet über den Wert. Vergleichsstücke besitzt das Weltmuseum in der Neuen Burg.

Für Elfenbein gilt seit 19. Jänner 2022 die Verordnung (EU) 2021/2280, für Felle, Federn und andere Tierprodukte das Artenschutzrecht nach CITES; ohne die erforderlichen Nachweise übernehmen wir solche Stücke nicht. Schusswaffen aus dem Jagdzimmer vermitteln wir an befugte Waffenhändler, Speere, Schilde und Keulen sind als Blankwaffen kein Problem. Die Besichtigung ist kostenlos; Fotos der Wandhängung vorab helfen uns bei der Planung.

Was in Penzing häufig auftaucht

  • Speere, Schilde und Keulen aus Ost- und Südafrika – Jagdzimmer in Villen am Wienerwaldrand
  • Hocker und Masken von Jagd- und Forschungsreisen – Villenverlassenschaften in Hütteldorf und Hadersdorf
  • Makonde-Figuren und Holzschalen – Reiseandenken in Breitensee und um die Linzer Straße

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 14. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Wir haben die Sammlung eines Missionars geerbt – wie gehen wir vor?

Lassen Sie die Sammlung beisammen und suchen Sie Briefe, Listen, Fotos und Tagebücher zusammen. Solche Unterlagen belegen Herkunft und Zeit und steigern das Interesse erheblich. Wir bewerten den Bestand vor Ort als Ganzes.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.