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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 11. Bezirk, 1110 Wien

Tribal Art in Simmering: von Emil Holub bis zum Reiseandenken

Der Afrikareisende Emil Holub ist am Zentralfriedhof bestattet. In Simmeringer Häusern finden sich Masken, Figuren und Schnitzereien – vom alten Mitbringsel bis zum Urlaubsandenken.

Simmeringer Verlassenschaften umfassen in Einfamilienhäusern oft den gesamten Hausrat, vom Dachboden bis zur Garage; dazwischen finden sich gelegentlich Dinge aus Afrika oder Südamerika. Meist sind es Mitbringsel aus Urlauben und Montageeinsätzen: Makonde-Figuren, Holzmasken, Trommeln, Perlenschmuck. Seltener tauchen ältere Stücke auf, die Großeltern auf Reisen oder im Dienst erwarben. Entlang der Simmeringer Hauptstraße, in Gemeindebauten und Gründerzeithäusern, stehen solche Objekte in Wohnzimmerkästen neben Bleikristall und Porzellan.

Am Zentralfriedhof ist der Arzt und Afrikareisende Emil Holub bestattet, der in den 1870er- und 1880er-Jahren das südliche Afrika bereiste und umfangreiche ethnografische und naturkundliche Sammlungen zusammentrug, die heute auf Museen in Wien, Prag und weiteren Städten verteilt sind. Hegeles Kuppelkirche am Zentralfriedhof und das Bestattungsmuseum zeigen die Wiener Trauerkultur; Ahnenfiguren und Grabpfosten anderer Kulturen bilden dazu ein Gegenstück, das man im Weltmuseum vergleichen kann.

Trommeln mit Fellbespannung, Fliegenwedel aus Wildtierhaar oder Armreifen aus Elfenbein fallen unter Artenschutzregeln; ohne Nachweise nehmen wir solche Stücke nicht. Holz, Messing, Perlen und Textil sind unproblematisch. Ein Haus in Kaiserebersdorf oder Albern sehen wir bei der kostenlosen Besichtigung vom Keller bis unters Dach an. Den Wert sagen wir ehrlich, auch wenn ein Stück nur Dekor ist.

Was in Simmering häufig auftaucht

  • Makonde-Figuren und Holzmasken – Urlaubs- und Montagemitbringsel in Einfamilienhäusern und Gemeindebauten
  • Perlenschmuck und Trommeln – Reiseandenken; bei Fellbespannung ist der Artenschutz zu beachten
  • Ältere Mitbringsel mit Familiengeschichte – Dachböden alteingesessener Simmeringer Familien

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 11. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Soll ich eine Figur reinigen oder ölen?

Bitte nicht. Die Oberfläche mit ihrer Patina und eventuellen Opferspuren ist Teil des Objekts und seines Werts. Staub lässt sich später fachgerecht entfernen.

Kaufen Sie auch moderne afrikanische Kunst?

Ja, insbesondere signierte Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts, etwa aus Tansania, Mosambik, Nigeria oder dem Kongo. Für die Bewertung zählen Künstler, Entstehungszeit und Erhaltung.

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.