Surrealismus im 9. Bezirk, 1090 Wien
Surrealismus am Alsergrund: Breton bei Freud in der Berggasse
André Breton besuchte Freud 1921 in der Berggasse 19. Der Alsergrund ist damit der Wiener Ausgangspunkt des Surrealismus – und seiner Bücher und Grafik.
In der Berggasse 19 empfing Sigmund Freud 1921 André Breton – drei Jahre bevor Breton im ersten Manifest des Surrealismus Freuds Theorie des Unbewussten zur Grundlage der Bewegung machte. Das Sigmund Freud Museum bewahrt heute Wohnung und Praxis. Die Berggasse führt hinunter zur Rossau, wo zwischen Berggasse und Türkenstraße achtzig Jahre lang, bis 1944, eine Markthalle den städtischen Tandelmarkt beherbergte. Bis 1938 lebten am Alsergrund viele jüdische Familien aus Medizin, Justiz und Handel.
Surrealistisches im Wiener Handel sind meist Druckgrafik und Bücher: Lithografien und Radierungen von Dalí, Max Ernst oder Miró, Zeitschriften, Erstausgaben mit Schutzumschlag, dazu Arbeiten des gebürtigen Wieners Wolfgang Paalen und der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Bei Dalí-Grafik ist besondere Vorsicht nötig, weil Blätter ohne gesicherte Auflage im Umlauf sind. Stammen Bücher oder Blätter aus Haushalten, die 1938 enteignet oder vertrieben wurden, klären wir zuerst die Provenienz.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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