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Manufaktur: Musikinstrumente

Ehrbar

Wien, ab 1855

Wiener Klavierfabrik von Friedrich Ehrbar, ab 1855, k. u. k. Hof-Klavierbauer, mit dem Ehrbar-Saal in der Mühlgasse auf der Wieden.

Friedrich Ehrbar übernahm 1855 in Wien die Klavierwerkstatt der Familie Seuffert und baute sie zu einer der großen Wiener Klavierfabriken aus; er erhielt den Titel eines k. u. k. Hof-Klavierverfertigers. 1877 eröffnete er im Fabrikgebäude in der Mühlgasse auf der Wieden einen Konzertsaal, den Ehrbar-Saal, der bis heute für Konzerte genutzt wird. Ehrbar-Instrumente standen in Bürgerwohnungen, Salons und Musikschulen der Stadt. Die Klavierfertigung endete im 20. Jahrhundert, der Name blieb mit dem Saal verbunden.

Gesucht sind Ehrbar-Flügel und -Pianinos aus der Zeit von 1860 bis 1930 mit Gehäusen aus Palisander, Nussholz und Mahagoni, Instrumente mit Wiener und englischer Mechanik, Salonflügel im Stil des Historismus und des Jugendstils sowie Pianinos mit gedrechselten Säulen und Kerzenhaltern. Instrumente aus Wiener Bürgerwohnungen sind oft gut erhalten, aber lange nicht gestimmt. Klaviaturen mit Elfenbeinbelag fallen unter die EU-Regeln für Elfenbein; die Ausnahmen für Musikinstrumente prüfen wir im Einzelfall.

Ehrbar-Instrumente tragen den Schriftzug „Friedrich Ehrbar Wien“ mit Hoftitel auf dem Vorsatzbrett und eine Seriennummer an Rahmen oder Resonanzboden. Wir prüfen Resonanzboden, Stimmstock, Mechanik und Gehäuse; Risse, ausgeschlagene Stimmwirbel und Mottenfraß an den Filzen sind häufig. Vom Zustand hängt ab, ob wir ein Instrument als Spielinstrument bewerten; andernfalls zählt vor allem das Gehäuse als Möbelstück. Für den Abtransport aus Wohnungen über enge Stiegen braucht es erfahrene Klaviertransporteure.

Entwerfer & Personen

  • Friedrich Ehrbar

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