Manufaktur: Porzellan
Royal Copenhagen
Kopenhagen, seit 1775
Dänische Manufaktur, 1775 gegründet; Marke mit drei Wellenlinien, Service Musselmalet und Flora Danica, Unterglasurmalerei um 1900.
Der Chemiker Frantz Heinrich Müller gründete 1775 mit Unterstützung von Königinwitwe Juliane Marie die Porzellanmanufaktur in Kopenhagen, die 1779 in königlichen Besitz überging. Ab 1885 erneuerte der Architekt Arnold Krog als künstlerischer Leiter das Programm und führte die zarte Unterglasurmalerei ein, die auf der Pariser Weltausstellung 1889 Aufmerksamkeit erregte. 1987 vereinigte sich die Manufaktur mit Bing & Grøndahl. 1884 übersiedelte die Fertigung nach Frederiksberg.
Das blau bemalte Musselmalet mit gerippter Oberfläche gehört seit 1775 zum Programm und wurde zum meistverbreiteten Dekor. Zwischen 1790 und 1802 entstand das Service Flora Danica mit botanisch genauen Pflanzendarstellungen, ursprünglich als Geschenk für Katharina II. von Russland gedacht. Um 1900 kamen Vasen und Figuren mit Unterglasurmalerei in Grau-, Blau- und Grüntönen hinzu. Seit 1908 erscheint jährlich ein Weihnachtsteller. Die Malerei erfolgt bis heute von Hand.
Die Marke besteht aus drei Wellenlinien in Unterglasurblau, die für die Meerengen Øresund, Großer und Kleiner Belt stehen; ab dem späten 19. Jahrhundert mit Krone und Schriftzug „Royal Copenhagen Denmark“. Malerzeichen und Modellnummern ergänzen sie. Ein Schleifstrich durch die Wellen kennzeichnet zweite Wahl. Weihnachtsteller tragen die Jahreszahl im Dekor und sind dadurch eindeutig datiert. Figuren tragen eingeprägte oder gemalte Modellnummern, die mit Katalogen abgeglichen werden können.
Entwerfer & Personen
- Frantz Heinrich Müller
- Arnold Krog
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Sparten
Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
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